Sonntag, 6. Juni 2010

Most 2010: Ein halbwegs versöhnliches Ende

Der letzte Tag begann mit einem Massaker. Die tschechische U16 schlug im Spiel um Platz 3 Deutschland mit nicht weniger als 17:0 Treffern. Nicht dass die Tchechen sich sonderlich Mühe gegeben hätten, die Deutschen waren nach der gewonnenen Schlacht gegen die Schweiz schlicht und einfach körperlich am Ende.

Im aus Schweizer Sicht wichtigsten Spiel des Tages traf die U18 auf die Tschechen. Und endlich fanden die Jungs zu ihrem Spiel und liessen ihr Können erahnen. Das Pech allerdings klebte den Eidgenossen nach wie vor an den Schaufeln. In der sechsten Minute wollte Iten den Ball in hohem Bogen wegschlagen, traf aber den eigenen Verteidiger am Rücken und von dort flog der Ball ins Tor. Die Schweizer erholten sich von diesem Rückschlag relativ rasch. Tortzdem, die Tschechen kamen noch zu einigen guten Chancen, scheiterten aber an Iten oder am Pfosten. Die Schweiz gestaltete nun das Spiel immmer ausgeglichener. Schliesslich konnte Müller kurz vor Drittelsende den hochverdienten Ausgleich erzielen. Das zweite Drittel begann absolut ausgeglichen. Die Schweizer waren den Tschechen nun völlig ebenbürtig. Ein unnötiges Herumtändeln in Überzahl hinter dem eigenen Tor zog schliesslich eine Strafe gegen die Schweiz nach sich. Währennd dieser 4 gegen 4 Situation konnten die Gastgeber die Führung erneut an sich reissen. Nun fielen die Schweizer einen Moment lang aus dem Konzept und die Tschechen konnten auf 4:1 davon ziehen. Die Entscheidung? Noch nicht . Zu Beginn des Schlussabschnitts konnte Fuchs im Powerplay auf 4:2 verkürzen. Beide Teams hatten Chanchen zu weiteren Treffern. Am Ende war das Glück auf der Seite der Platzherren, welche das 5:2 erzlene konnten. Die Schweizer gaben aber keineswegs auf und die Gastegeber konnten sich bin in die Schlussminuten ihres Sieges nicht sicher sein.

In beiden Finalpartien trafen Kanada und die Slowakei aufeinander. Das Schlussresultat lautete in beiden Partien 3:2 nach Verlängerung. Bei der U16 für Kanada, bei der U18 für die Slowakei. Es waren zwei hochstehende Spiele. Einziger Schönheitsfehler, etwas viele Strafen am Ende der regulären Spielzeit respektive in der Verlängerung. Es habdelte sich dabei nicht um Fouls, welche die Gesundheit der Speler gefährdeten oder den Gegner einer Torchance beraubten. Sondern um Dutzendaktionen, die man zwar pfeiffen kann, aber... Ich habe gewisse Zweifel, dass diese Regelauslegung sich mit den Intentionen der ISBHF abschliessend deckt.

Wie dem auch sei. Die Schweizer wurden bei der U16 und der U18 Letzter. Die U16 gewann immerhin den Fairplaypokal. Von der U18 schaffte Marc Müller verdienterweise den Sprung ins Allstarteam. Er war zusammen mit Iten wohl der beste Spieler der Schweiz.

1 Kommentar:

  1. Danke für die regelmässigen Berichte aus Most. Gemeinsam mit den News und Videos von der offiziellen Webseite der WM waren auch die Daheimgebliebenen bestens informiert.

    Lg juhlin

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