Wie sieht die ideale Spielleitung im Streethockey aus?
Irgendwo auf einem Streethockeyfeld in Europa
Ein spannendes Spiel neigt sich dem Ende zu. Es steht Unentschieden. Die Teams haben den Zuschauern hochklassiges Streethockey geboten. Plötzlich ein Pfiff. Der Schiedsrichter hat irgendwo in der Spielfeldmitte einen Stockschlag gesehen und sofort eine Strafe ausgesprochen. Der Spieler, der den Stockschlag ausgeteilt hat, begibt sich murrend auf die Strafbank. Die andere Mannschaft nutzt die Überzahlsituation und erzielt den Siegtreffer. Nach dem Spiel wird der bestrafte Spieler sagen: "Ja, es war ein Stckschlag, man kann das pfeifen, aber ..."
Was heisst eigentlich "Null-Tolleranz"?
Auf den ersten Moment scheint dies eine dummer Frage. Das heisst, die Regeln werden konsequent angewendet. Eine Strafe ist eine Strafe, ist eine Strafe und bleibt eine Strafe. Nur heisst es wirklich nur das? Könnte es nicht auch heissen, jede Aktion die gegen die Gesundheit eines Spielers oder Offiziellen gerichtet ist, wird konsequent bestraft. Ein Regelfanatiker würde nun dagegenhalten, dass die Regeln nun einmal da seien, um angewendet zu werden, Ausnahmen seinen weder möglich, noch sinnvoll, noch angebracht. Was würde aber ein Zuschauer antworten, der gekommen ist, um eine schöne, flüssige Streethockeypartie zu sehen? Was würde jemand sagen, dem die Entwicklung unseres Sports am Herzen liegt?
Checkverbot
Das neue ISBHF-Reglement sieht vor, dass ein aktiver Körperkontakt, also ein Check verboten ist und mit zwei Minuten bestraft wird. In Most wurde diese Regel erstmals ausprobiert. Zugegeben, ich war etwas skeptisch. Streethockey ohne Checks, ist das überhaupt noch Streethockey, ist das nicht Unihockey. Nun, ich wurde eines Besseren belehrt. Zum einen bedeutet "keine Checks" nicht, dass jeglicher Körperkontakt verboten ist. Wenn zwei Spieler dem Ball nacheilen und dabei mit den Schultern aneinander stossen, so ist das durchaus legal. Auch an der Bande darf weiterhin mit dem Körper gearbeitet werden. Checks, gibt es keine mehr, das ist richtig, aber braucht unsere Sportart Checks? Ich denke nein. Klar fehlt ein spektakuläres Element. Aber gleichzeitig bevorteilt diese Regelung technisch versierte Spieler. Zudem wird dadurch die Verletzungsgefahr verkleinert. Der Sport wird technischer. Die Bedenken von Eltern, welche nicht so sehr davon begeistert sind, dass ihr Kinder einen so groben Sport betrieben, werden abgebaut. Ich hätte vor Most nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber: "Wir hätten die Checks schon vor Jahren verbieten sollen".
Regelkenntnisse sind Voraussetzung, ihre zur Show Stellung aber nicht Sinn und Zweck
Die Schiedsrichter müssen die Spielregeln kennen, das ist denke ich unbestritten, auch wenn es leider nicht immer auf alle Schiedsrichter zutrifft. Es ist indes aus meiner Sicht nicht nötig, dass die Scheiderichter zu jedem Zeitpunkt des Spiel für jeden sichtbar unter Beweis stellen müssen, dass sie die Regeln beherrschen und entsprechend mit Strafen um sich werfen. Diese Art der Spielführung ist gerade in Europa weit verbreitet. Die Schiedsrichter sind stolz darauf, die Regeln zu kennen und wollen dies auch zeigen, indem sie sie konsequent anwenden. Eine Strafe ist eine Strafe, ist eine Strafe und bleibt eine Strafe. Nur, die Regelkenntnis ist etwas selbstverständliches, eine Grundvoraussetzung, um Schiedsrichter zu sein. Etwas das Wichtig ist, aber nichts worauf man als Schiedsrichter besonders stolz sein muss. Nichts, dass man a tout prix zeigen muss.
Spiel-Management
Die Hauptaufgabe eines Schiedsrichters ist also nicht, dem Publikum und den Mannschaften zu beweisen, dass er die Regeln kennt. Seine Hauptaufgabe ist es, den Mannschaften ein Spiel zu ermöglichen, indem sie ihre technischen und taktischen Fertigkeiten unter Beweis stellen können und sie gleichzeitig vor Verletzungen zu schützen. Die Fähigkeiten und die Tagesform der Spieler sollen über den Ausgang einer Partie entscheiden können, die Aufgabe des Schiedsrichters ist es, dafür zu sorgen, dass dies in geordneten Bahnen abläuft.
Jegliche Regelverstösse, die gegen die Gesundheit der Spieler gerichtet sind müssen demzufolge ohne wenn und aber geahndet werden. Darunter fallen z.B. Stockstiche, Bandencheks, Crosschecks, Checks in den Rücken oder gegen den Kopf aber auch normale Checks.
Ebenso sind Regelverstösse, die einen Gegenspieler einer klaren Torchance berauben konsequent zu ahnden.
Aber wie sieht es mit den übrigen Regelverstössen aus? Sicher sind die nicht einfach zu tollerieren und gerade in der Anfangsphase des Spiels ist den Spielern aufzuzeigen, wieweit sie gehen können und wo die Grenzen sind. Gerade, wenn eine Mannschaft immer wieder zu unfairen Mitteln greift, um einen technisch und taktisch überlegenen Gegner aus dem Konzept zu bringen sind Strafen durchaus angezeigt. Mit der Fortdauer des Spiels werde die Teams dann wissen, was erlaubt ist, die Zahl der Strafen geht zurück und es kann sich ein gutes Spiel entwickeln.
Bei engen Spielen zwischen ebenbürtigen Teams, sollten tendenziell in der Schlussphase nur noch Vergehen gegen die Gesundheit der Gegenspieler und regelwidrig zu Nichte gemachte Torchancen mit Strafen geahndet werden. Über "harmlosere" Dutzendfouls kann ein Schiedsrichter in dieser Phase durchaus hinweg sehen. Er wird sowieso nie alles sehen, was zwischen den Spielern abläuft. In dieser Phase sollen die Spieler das Spiel entscheiden, nicht die Schiedsrichter.
Es gibt auch andere Situationen, in denen ein Schiedsrichter die Regeln etwas grosszügiger auslegen kann. Soll man gegen eine Mannschaft, die hoffnungslos in Rückstand liegt, konsequent für jedes noch so kleine Vergehen eine Strafe verhängen?
Spinnt er jetzt oder was?
Nein, ich bin absolut normal, zumindest glaube ich das. Mir liegt einfach vieles daran, dass die Schiedsrichter ihre Rolle richtig verstehen und sie so ausüben, wie es für das Spiel am Besten ist.
Meine persönliche Meinung, zweifelsohne. Muss man sie berücksichtigen? Natürlich nicht, denn in meinem Blog gebe ich nur mein persönliche Meinung kund. Und doch würde ich mir wünschen, dass sich die europäischen Schiedsrichter im Allgemeinen und die SSHR im Besonderen darüber Gedanken machen, ob nicht die von mir angeregte Art und Weise der Spielleitung erstrebenswert wäre, zum Wohle des Sports.
Nur ganz nebenbei möchte ich erwähnen, dass sich die ISBHF anlässlich von internationalen Anlässen von Schiedsrichtern genau diese Art des Spiel-Managements wünscht. Gerade für diejenigen europäische Schiedsrichter, für die eine Regel eine Regel ist, eine Regel ist und eine Regel bleibt, ist es nicht ganz einfach, die Vorgaben der ISBHF umzusetzen.
Dienstag, 8. Juni 2010
Sonntag, 6. Juni 2010
Most 2010: Ein halbwegs versöhnliches Ende
Der letzte Tag begann mit einem Massaker. Die tschechische U16 schlug im Spiel um Platz 3 Deutschland mit nicht weniger als 17:0 Treffern. Nicht dass die Tchechen sich sonderlich Mühe gegeben hätten, die Deutschen waren nach der gewonnenen Schlacht gegen die Schweiz schlicht und einfach körperlich am Ende.
Im aus Schweizer Sicht wichtigsten Spiel des Tages traf die U18 auf die Tschechen. Und endlich fanden die Jungs zu ihrem Spiel und liessen ihr Können erahnen. Das Pech allerdings klebte den Eidgenossen nach wie vor an den Schaufeln. In der sechsten Minute wollte Iten den Ball in hohem Bogen wegschlagen, traf aber den eigenen Verteidiger am Rücken und von dort flog der Ball ins Tor. Die Schweizer erholten sich von diesem Rückschlag relativ rasch. Tortzdem, die Tschechen kamen noch zu einigen guten Chancen, scheiterten aber an Iten oder am Pfosten. Die Schweiz gestaltete nun das Spiel immmer ausgeglichener. Schliesslich konnte Müller kurz vor Drittelsende den hochverdienten Ausgleich erzielen. Das zweite Drittel begann absolut ausgeglichen. Die Schweizer waren den Tschechen nun völlig ebenbürtig. Ein unnötiges Herumtändeln in Überzahl hinter dem eigenen Tor zog schliesslich eine Strafe gegen die Schweiz nach sich. Währennd dieser 4 gegen 4 Situation konnten die Gastgeber die Führung erneut an sich reissen. Nun fielen die Schweizer einen Moment lang aus dem Konzept und die Tschechen konnten auf 4:1 davon ziehen. Die Entscheidung? Noch nicht . Zu Beginn des Schlussabschnitts konnte Fuchs im Powerplay auf 4:2 verkürzen. Beide Teams hatten Chanchen zu weiteren Treffern. Am Ende war das Glück auf der Seite der Platzherren, welche das 5:2 erzlene konnten. Die Schweizer gaben aber keineswegs auf und die Gastegeber konnten sich bin in die Schlussminuten ihres Sieges nicht sicher sein.
In beiden Finalpartien trafen Kanada und die Slowakei aufeinander. Das Schlussresultat lautete in beiden Partien 3:2 nach Verlängerung. Bei der U16 für Kanada, bei der U18 für die Slowakei. Es waren zwei hochstehende Spiele. Einziger Schönheitsfehler, etwas viele Strafen am Ende der regulären Spielzeit respektive in der Verlängerung. Es habdelte sich dabei nicht um Fouls, welche die Gesundheit der Speler gefährdeten oder den Gegner einer Torchance beraubten. Sondern um Dutzendaktionen, die man zwar pfeiffen kann, aber... Ich habe gewisse Zweifel, dass diese Regelauslegung sich mit den Intentionen der ISBHF abschliessend deckt.
Wie dem auch sei. Die Schweizer wurden bei der U16 und der U18 Letzter. Die U16 gewann immerhin den Fairplaypokal. Von der U18 schaffte Marc Müller verdienterweise den Sprung ins Allstarteam. Er war zusammen mit Iten wohl der beste Spieler der Schweiz.
Im aus Schweizer Sicht wichtigsten Spiel des Tages traf die U18 auf die Tschechen. Und endlich fanden die Jungs zu ihrem Spiel und liessen ihr Können erahnen. Das Pech allerdings klebte den Eidgenossen nach wie vor an den Schaufeln. In der sechsten Minute wollte Iten den Ball in hohem Bogen wegschlagen, traf aber den eigenen Verteidiger am Rücken und von dort flog der Ball ins Tor. Die Schweizer erholten sich von diesem Rückschlag relativ rasch. Tortzdem, die Tschechen kamen noch zu einigen guten Chancen, scheiterten aber an Iten oder am Pfosten. Die Schweiz gestaltete nun das Spiel immmer ausgeglichener. Schliesslich konnte Müller kurz vor Drittelsende den hochverdienten Ausgleich erzielen. Das zweite Drittel begann absolut ausgeglichen. Die Schweizer waren den Tschechen nun völlig ebenbürtig. Ein unnötiges Herumtändeln in Überzahl hinter dem eigenen Tor zog schliesslich eine Strafe gegen die Schweiz nach sich. Währennd dieser 4 gegen 4 Situation konnten die Gastgeber die Führung erneut an sich reissen. Nun fielen die Schweizer einen Moment lang aus dem Konzept und die Tschechen konnten auf 4:1 davon ziehen. Die Entscheidung? Noch nicht . Zu Beginn des Schlussabschnitts konnte Fuchs im Powerplay auf 4:2 verkürzen. Beide Teams hatten Chanchen zu weiteren Treffern. Am Ende war das Glück auf der Seite der Platzherren, welche das 5:2 erzlene konnten. Die Schweizer gaben aber keineswegs auf und die Gastegeber konnten sich bin in die Schlussminuten ihres Sieges nicht sicher sein.
In beiden Finalpartien trafen Kanada und die Slowakei aufeinander. Das Schlussresultat lautete in beiden Partien 3:2 nach Verlängerung. Bei der U16 für Kanada, bei der U18 für die Slowakei. Es waren zwei hochstehende Spiele. Einziger Schönheitsfehler, etwas viele Strafen am Ende der regulären Spielzeit respektive in der Verlängerung. Es habdelte sich dabei nicht um Fouls, welche die Gesundheit der Speler gefährdeten oder den Gegner einer Torchance beraubten. Sondern um Dutzendaktionen, die man zwar pfeiffen kann, aber... Ich habe gewisse Zweifel, dass diese Regelauslegung sich mit den Intentionen der ISBHF abschliessend deckt.
Wie dem auch sei. Die Schweizer wurden bei der U16 und der U18 Letzter. Die U16 gewann immerhin den Fairplaypokal. Von der U18 schaffte Marc Müller verdienterweise den Sprung ins Allstarteam. Er war zusammen mit Iten wohl der beste Spieler der Schweiz.
Freitag, 4. Juni 2010
Most 2010: Es gibt glückliche Tage und weniger glückliche Tage
Heute ist denfintiv kein glücklicher Tag für das Streethockey in der Schweiz. 0:11 gegen die Slowakei (U16), dann 1:14 gegen Kanada (U18 Halbfinal), zugegeben es handelt sich dabei um die technisch beste kanadische Juniorenmannschaft, die ich je gesehen habe, aber trotzdem...
Schliesslich das alles entscheidende Spiel der U16 gegen Deutschland. Die Schweiz hat zu Beginn mehr spielanteile, mehr Schüsse, aber man trifft das Tor nicht. Die Deutschen tun im Gegenzug das, was sie immer machen, sie nutzen die Chancen, die sich ihnen bieten. So heisst es dann auch nach zehn Minuten 1:0 für Deutschland. Ein Motivationsschub geht duch die Reihen der Deutschen, sie kommen besser ins Spiel, die Schweizer halten dagegen. Aber es ist wieder Deutschland, das im Mitteldrittel erneut trifft. De Schwezer halten mit dem Mute der Verzweiflung dagegen, aber Deutschland kämpft nun verbissen um jeden Ball, ist nun klar die bessere Mannschaft.
Die Tore drei und vier im Schlussdrittel sind die logische Folge. Immerhin, vier Minuten vor Schluss gelingt Tenud noch der Ehrentreffer. Trotzdem, der Stachel sitzt tief. Man kann gegen Kanada, Tschechien oder die Slowakei verlieren, aber gegen Deutschland und dann noch gleich 4:1, das schmerzt.
Nun, für eine erste Analyse ist es noch etws früh. Trotzdem, es hat in beiden Teams gute Spieler, aber so dicht besetzt wie die Jahrgäne 84/85, 87/88 oder 89/90 sind die Jahrgänge 92/93 und 94/95 leider nicht. Aber das ist nur eine Erklärung. Wir haben n der Vergangenheit den Tschechen und Slowaken wiederholt massiv zugesetzt. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und Massnahmen getroffen. Nun müssen wir etwas dagegen setzen. Wir müssen mehr 5 gegen 5 spielen. Wieso nicht den Cup ab Halbfinal auf dem Grossfeld austragen. Wieso nicht einen Teil der Junioren A-Meisterschaft auf dem Grossfeld austragen?
Tja, soviel zu einem bitteren Tag in Most...
Moment, da war doch noch was. Ach ja, die U18 spielt morgen Mittag um Platz drei. Eine klare Sache für den Gegner (die Tschechen)? Nicht unbedingt, denn die Schweizer wurden bisher zweifelsohne unter Wert geschlagen und wenn es dem Team gelingt, endlich zu zeigen, was in ihm steckt, dann.....
Ach ja, auch für die Tschechen war es nicht wirklich ein glücklicher Tag. Zuerst die 5:1 Niederlage im U18 Halbfinal gegen die Slowakei, dann die 8:3 Niederlage gegen Kanada im Quasihalbfinal der U16. Und dort wurden die Tschechen Phasenweise richtig vorgeführt.
Mehr aus Most morgen.
Schliesslich das alles entscheidende Spiel der U16 gegen Deutschland. Die Schweiz hat zu Beginn mehr spielanteile, mehr Schüsse, aber man trifft das Tor nicht. Die Deutschen tun im Gegenzug das, was sie immer machen, sie nutzen die Chancen, die sich ihnen bieten. So heisst es dann auch nach zehn Minuten 1:0 für Deutschland. Ein Motivationsschub geht duch die Reihen der Deutschen, sie kommen besser ins Spiel, die Schweizer halten dagegen. Aber es ist wieder Deutschland, das im Mitteldrittel erneut trifft. De Schwezer halten mit dem Mute der Verzweiflung dagegen, aber Deutschland kämpft nun verbissen um jeden Ball, ist nun klar die bessere Mannschaft.
Die Tore drei und vier im Schlussdrittel sind die logische Folge. Immerhin, vier Minuten vor Schluss gelingt Tenud noch der Ehrentreffer. Trotzdem, der Stachel sitzt tief. Man kann gegen Kanada, Tschechien oder die Slowakei verlieren, aber gegen Deutschland und dann noch gleich 4:1, das schmerzt.
Nun, für eine erste Analyse ist es noch etws früh. Trotzdem, es hat in beiden Teams gute Spieler, aber so dicht besetzt wie die Jahrgäne 84/85, 87/88 oder 89/90 sind die Jahrgänge 92/93 und 94/95 leider nicht. Aber das ist nur eine Erklärung. Wir haben n der Vergangenheit den Tschechen und Slowaken wiederholt massiv zugesetzt. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und Massnahmen getroffen. Nun müssen wir etwas dagegen setzen. Wir müssen mehr 5 gegen 5 spielen. Wieso nicht den Cup ab Halbfinal auf dem Grossfeld austragen. Wieso nicht einen Teil der Junioren A-Meisterschaft auf dem Grossfeld austragen?
Tja, soviel zu einem bitteren Tag in Most...
Moment, da war doch noch was. Ach ja, die U18 spielt morgen Mittag um Platz drei. Eine klare Sache für den Gegner (die Tschechen)? Nicht unbedingt, denn die Schweizer wurden bisher zweifelsohne unter Wert geschlagen und wenn es dem Team gelingt, endlich zu zeigen, was in ihm steckt, dann.....
Ach ja, auch für die Tschechen war es nicht wirklich ein glücklicher Tag. Zuerst die 5:1 Niederlage im U18 Halbfinal gegen die Slowakei, dann die 8:3 Niederlage gegen Kanada im Quasihalbfinal der U16. Und dort wurden die Tschechen Phasenweise richtig vorgeführt.
Mehr aus Most morgen.
Donnerstag, 3. Juni 2010
Most 2010: Warten auf den ersten Punkt
Eigentlich glückte der U18 der Start gegen die Tscheschen ganz ordentlich. Man konnt durchaus mithalten. Auf jeden Fall bis zur ersten Strafe. Die Tschechen liessen sich nicht zweimal bitten und gingen 1:0 in Führung. Als nur 41 Sekunden später das 2:0 fiel, beschlich die Schweizer Fans langsam ein mulmiges Gefühl. Aber es kam noch schlimmer für die Nerven der mitgeristen Supporter, in der 9. Minute musste Sreich die Strafbank aufsuchen. Doch anstatt 3:0 für die Gastgeber hiess es nach dem Ende der Strafe nur noch 2:1. Müller lies dem tschechischen Torwart bei einem schnellen Konter keine Chance.
Danach verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen. Auch durch einen weiteren Treffer der Tschechen zu Beginn des mittlere Spielabschnits liessen sich die Schweizer nicht aus dem Konzept bringen und hielten dagegen. In der 27. Minute gelang Bâume nach einer schönen Einzelleistung der Anschlusstreffer. Die Tschechen stellten zwar den alten Zweitoreabstand schon bald einmal wieder her, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Zu Beginn des Schlussabschnitts vielen die Schweizer für sechs Minuten etwas von der Rolle und mussten nicht weniger als vier Gegentreffer hinnehmen. Schliesslich sorgte Müller mit seinem zweiten Treffer für das 3:8 Schlussresultat.
Im zweiten Spiel trafen die kanadische und die slowakische U18 aufeinander. Die Kanadier dominierten das erste und das letzte Drittel, die Slowaken den Mittelabschnitt. Am Ende siegt Kanada - vielleicht einen Tick zu hoch - mit 5:2.
Im Schongang schlug sodann die slowakischen U16 deutschland mit 5:0.
In ihrem heutigen Spiel traf die schweizer U16 auf Kanada. Und die Jungs von Chirsten und Dumas zogen sich ganz ordentlich aus der Affäre. Im Startabschnitt gestanden sie den Nordamerikanern lediglich einen Treffer zu. Auch im Mitteldrittel verteidigten sich die Eidgenossen mit viel Herz und Einsatz, mussten aber drei Gegentore zulassen. In den letzten sieben Spielminuten erfolgte dann ein kleiner Einbruch und am Ende hiess es 8:0 für die Nordamerikaner.
Anschliessend kam es bei der U18 zum zweiten Aufeinandertreffen der Schweiz mit Kanada an diesem verregneten Donnerstag in Most. Die Kanadisce Dampfwalze erstickte jegliche Schweizer Hoffungen bereits in den ersten Spielminuten. Nach kanpp sechs Minuten hiess es schon 3:0. In der Folge kamen die Schweizer etwas besser ins Spiel, wohl auch, weil die Kanadier einen Gang zurückschalteten. Zu Beginn des Mittelabschnitss konnte Thüring auf 3:1 verkürzen. Kanada konnte schon bald darauf im Powerplay wieder auf 4:1 davon ziehen. Zu Beginn des Schlussabschnitts schalteten die Kanadier wieder einen Gang höher und zogen auf 6:1 davon. Das Spiel war nun gelaufen. Die Konzentration der Eidgenossen liess nach und so konnten die Kanadier noch zwei weitere Treffer erzielen. Bereits morgen um 13:00 Uhr treffen die beiden Teams im Halbfinal erneut aufeinander.
Danach begann der grosse tschecho-slowakische Abend. Zuerst sicherte sich die slowakische U16 mit einem 4:0 Sieg den vorzeitigen Einzug ins Finale. Im U18 Spiel trennten sich die beiden Teams 3:3 unentschieden.
Die U16 sielt morgen um 8:30 gegen die Slowakei und trifft um halb vier im alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins kleine Finale auf Deutschland.
Danach verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen. Auch durch einen weiteren Treffer der Tschechen zu Beginn des mittlere Spielabschnits liessen sich die Schweizer nicht aus dem Konzept bringen und hielten dagegen. In der 27. Minute gelang Bâume nach einer schönen Einzelleistung der Anschlusstreffer. Die Tschechen stellten zwar den alten Zweitoreabstand schon bald einmal wieder her, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Zu Beginn des Schlussabschnitts vielen die Schweizer für sechs Minuten etwas von der Rolle und mussten nicht weniger als vier Gegentreffer hinnehmen. Schliesslich sorgte Müller mit seinem zweiten Treffer für das 3:8 Schlussresultat.
Im zweiten Spiel trafen die kanadische und die slowakische U18 aufeinander. Die Kanadier dominierten das erste und das letzte Drittel, die Slowaken den Mittelabschnitt. Am Ende siegt Kanada - vielleicht einen Tick zu hoch - mit 5:2.
Im Schongang schlug sodann die slowakischen U16 deutschland mit 5:0.
In ihrem heutigen Spiel traf die schweizer U16 auf Kanada. Und die Jungs von Chirsten und Dumas zogen sich ganz ordentlich aus der Affäre. Im Startabschnitt gestanden sie den Nordamerikanern lediglich einen Treffer zu. Auch im Mitteldrittel verteidigten sich die Eidgenossen mit viel Herz und Einsatz, mussten aber drei Gegentore zulassen. In den letzten sieben Spielminuten erfolgte dann ein kleiner Einbruch und am Ende hiess es 8:0 für die Nordamerikaner.
Anschliessend kam es bei der U18 zum zweiten Aufeinandertreffen der Schweiz mit Kanada an diesem verregneten Donnerstag in Most. Die Kanadisce Dampfwalze erstickte jegliche Schweizer Hoffungen bereits in den ersten Spielminuten. Nach kanpp sechs Minuten hiess es schon 3:0. In der Folge kamen die Schweizer etwas besser ins Spiel, wohl auch, weil die Kanadier einen Gang zurückschalteten. Zu Beginn des Mittelabschnitss konnte Thüring auf 3:1 verkürzen. Kanada konnte schon bald darauf im Powerplay wieder auf 4:1 davon ziehen. Zu Beginn des Schlussabschnitts schalteten die Kanadier wieder einen Gang höher und zogen auf 6:1 davon. Das Spiel war nun gelaufen. Die Konzentration der Eidgenossen liess nach und so konnten die Kanadier noch zwei weitere Treffer erzielen. Bereits morgen um 13:00 Uhr treffen die beiden Teams im Halbfinal erneut aufeinander.
Danach begann der grosse tschecho-slowakische Abend. Zuerst sicherte sich die slowakische U16 mit einem 4:0 Sieg den vorzeitigen Einzug ins Finale. Im U18 Spiel trennten sich die beiden Teams 3:3 unentschieden.
Die U16 sielt morgen um 8:30 gegen die Slowakei und trifft um halb vier im alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins kleine Finale auf Deutschland.
Mittwoch, 2. Juni 2010
U16/18 WM, Erster Tag
Das Turnier begann wie erwartet. Die tschechische U16 schug Deutschland diskussionslos mit 8:0. Bereits bei Spielmitte hiess es 5:0. Doch dann die erste dicke Überraschung. Die slowakische U16 schlug die kanadische U16, ok, das alleine ist noch keine Sensation. Die Tatsache, dass das Endresultat 7:2 lautete und die Slowaken nach 24 Minuten mit 5:0 in Front lagen schon eher. Irgendwie waren die Kanadier mental in de Aschewolken des Ejafjallajökull hängen geblieben.
Dann kam es zumlange erwarteten Auftritt der U18. Leider verlief der gar nicht so, wie erhofft.
Die Mannschaft war vor dem Spiel gegen die Slowaken hoch motiviert. Der Wille an Villach und Huttwil anzuküpfen war bei den Spielern förmlich greifbar, doch dann kam es zu einem klassichen Fehlstart. Ich werfe nur einen Namen in die Runde: "Sandro Bertaggia", die etwas älteren unter den Leseren werden nun wissen, wie die Slowaken nach 11 Sekunden in Führung gingen.
Leider legte sich die Nervosität der Mannschaft nach diesem frühen Rückstand überhaupt nicht. Im Gegenteil, es sollte noch schlimmer kommen. In Überzahl liess man sich von den aggressiv forecheckenden Slowaken überraschen, vertendelte den Ball und schon stand es 2.0. In den nächsten Minuten musste man das Schlimmste befürchten. Die Schweizer waren vorübergehend völlig von der Rolle. Doch das Team fing sich wieder und nach gut 11 Minuten konnte Bâume auf 2:1 verkürzen. Leider ermöglichte es eine erneute Unachtsamkeit den Slowaken, nur 16 Sekunden später den Zweitoreabstand wieder herzustellen.
Trotzdem, die Schweizer kamen nun endlich besser in Spiel und der Match verlief nun ziemlich ausgeglichen. Im Mittelabschnitt waren die Schweizer mehrfach nahe am Anschlusstreffer, mussten dann aber in der 29. Minute einen erneuten Gegentreffer hinnehmen. Ein dummer Ballverlust in Überzahl war die Ursache. Bis zum Ende des Mittelabschnitts waren die Schweizer sichtlich bestrebt, einen weiteren Treffer zu erzielen, was nicht gelang.
Der Schlussabschnitt hatte dann nur noch Erledigungscharakter, die Schweizer steckten zurück und die Slowaken kamen noch zu vier weiteren Treffern.
Im nächsten Spiel kamen die kanadische U16 gegen Deutschland so langsam auf Touren. Am Ende stand ein klarer, 12:0 Sieg.
Das U18 Spiel zwischen Tschechien und Kanada war sicher das Highlight des heutigen Tages. In einer hochklassigen und schnellen Partie konnten die Tschechen im Mittelabschnitt 1:0 in Führung gehen. Im Schlussabschnitt starteten die aus meiner Sicht technisch einen Tick besseren Kanadier zur Generaloffensive und konntendas Spiel mit drei Treffern zu ihren Gunsten entscheiden. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich diese beiden Teams am Samstag im Finale wieder gegenüber stehen. Das war schlicht weltklasse.
Inzwischen sind im Spiel der U16 gegen die Tschechen zwei Drittel beende und es steht nach einer sehr guten Leistung der Mannschaft nur 0:3 für die Tschechen. Defensiv agiert die Mannschaft sehr solide. Offensiv gibt es noch ein gewisses Steigerungspotenzial. Alles in allem aber keine schlechte Leistung wenn man bedenkt, dass dies für beinahe alle Spieler der erste Ernstkampgf auf dem Grossfeld ist. Leider schlug es im Schlussdrittel noch viermalein. Trotzdem, die Schweizer haben gezeigt, dass doch einiges in ihnen steckt. Schade, dass wir keine Grossfeldmeisterschaft haben.¨
Dann kam es zumlange erwarteten Auftritt der U18. Leider verlief der gar nicht so, wie erhofft.
Die Mannschaft war vor dem Spiel gegen die Slowaken hoch motiviert. Der Wille an Villach und Huttwil anzuküpfen war bei den Spielern förmlich greifbar, doch dann kam es zu einem klassichen Fehlstart. Ich werfe nur einen Namen in die Runde: "Sandro Bertaggia", die etwas älteren unter den Leseren werden nun wissen, wie die Slowaken nach 11 Sekunden in Führung gingen.
Leider legte sich die Nervosität der Mannschaft nach diesem frühen Rückstand überhaupt nicht. Im Gegenteil, es sollte noch schlimmer kommen. In Überzahl liess man sich von den aggressiv forecheckenden Slowaken überraschen, vertendelte den Ball und schon stand es 2.0. In den nächsten Minuten musste man das Schlimmste befürchten. Die Schweizer waren vorübergehend völlig von der Rolle. Doch das Team fing sich wieder und nach gut 11 Minuten konnte Bâume auf 2:1 verkürzen. Leider ermöglichte es eine erneute Unachtsamkeit den Slowaken, nur 16 Sekunden später den Zweitoreabstand wieder herzustellen.
Trotzdem, die Schweizer kamen nun endlich besser in Spiel und der Match verlief nun ziemlich ausgeglichen. Im Mittelabschnitt waren die Schweizer mehrfach nahe am Anschlusstreffer, mussten dann aber in der 29. Minute einen erneuten Gegentreffer hinnehmen. Ein dummer Ballverlust in Überzahl war die Ursache. Bis zum Ende des Mittelabschnitts waren die Schweizer sichtlich bestrebt, einen weiteren Treffer zu erzielen, was nicht gelang.
Der Schlussabschnitt hatte dann nur noch Erledigungscharakter, die Schweizer steckten zurück und die Slowaken kamen noch zu vier weiteren Treffern.
Im nächsten Spiel kamen die kanadische U16 gegen Deutschland so langsam auf Touren. Am Ende stand ein klarer, 12:0 Sieg.
Das U18 Spiel zwischen Tschechien und Kanada war sicher das Highlight des heutigen Tages. In einer hochklassigen und schnellen Partie konnten die Tschechen im Mittelabschnitt 1:0 in Führung gehen. Im Schlussabschnitt starteten die aus meiner Sicht technisch einen Tick besseren Kanadier zur Generaloffensive und konntendas Spiel mit drei Treffern zu ihren Gunsten entscheiden. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich diese beiden Teams am Samstag im Finale wieder gegenüber stehen. Das war schlicht weltklasse.
Inzwischen sind im Spiel der U16 gegen die Tschechen zwei Drittel beende und es steht nach einer sehr guten Leistung der Mannschaft nur 0:3 für die Tschechen. Defensiv agiert die Mannschaft sehr solide. Offensiv gibt es noch ein gewisses Steigerungspotenzial. Alles in allem aber keine schlechte Leistung wenn man bedenkt, dass dies für beinahe alle Spieler der erste Ernstkampgf auf dem Grossfeld ist. Leider schlug es im Schlussdrittel noch viermalein. Trotzdem, die Schweizer haben gezeigt, dass doch einiges in ihnen steckt. Schade, dass wir keine Grossfeldmeisterschaft haben.¨
Good night from Most.
Dienstag, 1. Juni 2010
U16/U18 WM Most
Nachdem Christoph Held leider Krankheitshalber ausgefallen ist - an dieser Stelle gute Besserung! - , könnte es sein, dass die Berichterstattung auf der SSHA Website etwas dürftiger ausfällt, als geplant.
Ich werde deshalb versuchen, in meinem Blog, die WM aus Sicht der VIP-Loge zu begleiten.
Versuchen deshalb, weil das Leben in der VIP-Loge zumindest im ISBHF doch ziemlich anstrengend ist. Ich schreibe diese Zeilen um ein Uhr in der früh. Bis vorhin habe ich Formulare und Pässe kontrolliert, Matchrapporte vorbereitet, bin an der Eröffnungsparade zusammen mit dem ISBHF Präsidenten an der Spitze des Umzugs gelaufen - leider etwas zu schnell, die Majoretten, waren schon nach 40 Metern hoffnungslos abgehängt - habe an der Direktoriatssitzung teilgenommen, mich kurz mit dem SR.Obmann über die Regeländerungen ausgetauscht und mich mit dem ISBHF Präsidenten über die Situation in der Schweiz unterhalten. Und morgen, respektive heute, sollte ich spätestens um halb acht im Stadion sein, um mein Büro einzurichten. Der Job als technischer Direktor der ISBHF ist manchmal etwas stressig, macht aber auch nach 12 Jahren noch Spass.
Aufgrund der zahlreichen Verpflichtngn kann ich nicht garantieren, dass ich die Sache mit dem Blog bis am Samstag durchziehe.
Die Schweizer Teams sind gestern am Vormittag in Most eingetroffen und sind guter Dinge. Einzig die Qualität der Zimmer gab vorübergehend Anlass zu Diskussionen. Aber schnell hatten sich die Teams wieder aufs wesentliche konzentriert, die mentale Vorbereitung auf die Spiele der kommenden Tage.
Einziger Termin heute, war der Eröffnungsumzug vom Hotel quer durch die Stadt zur Eishockeyhalle; mitten auf der Hauptstrasse, zur abentlichen Rushhour. Die Polizei hat die Hauptverbindungsachse durch die Stadt einfach dicht gemacht. Nach der Eröffnungsfeier im Stadion war dann für heute Schluss. Die U16 und U18 Teams verliessen die Arena und machten der tschechischen und slowakischen U14 Platz welche zwei Exhibitionspiele gegeneinander austrugen.
Morgen um 12:30 greift die U18 ins Turniergeschehen ein. Gegner ist die Slowakei. Die Schweizer U18 hat in der Vergangenheit die Slowakei wiederholt geschlagen. Allerdings konnte man in der Vorberetung nur gegen die U16 spielen. Einen ebenbürtigen Trainingspartner war leider nicht vorhanden. Deshalb sind die Slowaken aus meiner Sicht zu favorisieren, wobei die Schweiz immer für eine Überraschung gut ist. Diese Ausgangssituation könnte sich jedoch ändern, wenn die beiden Teams entweder am Freitag im Halbfinal oder am Samstag in den Medaillenspielen aufeinander treffen sollten, denn dann wird die Schweiz richtig eingespielt sein.
Die U16 greift am Abend um halb neun als letzte aller Mannschaften in das Turnier ein. Gegner sind die Gastgeber aus Tschechien. Nur gerade zwei Spieler der Schweizer Auswahl konnten schon internationale Erfahrung sammeln. Grund hierfür ist, dass die letztjährige U16 EM - relativ kurzfristig - abgesagt wurde. Die hoch motivierten Schweizer Spieler werden sicher vollen Einsatz zeigen, aber aufgrund der mangelnden Erfahrung muss leider mit einem klaren Sieg der Tschechen gerechnet werden. Die Jungs werden sich davon sicherlich nicht unterkriegen lassen und im Verlauf des Turniers das Grossfeld und die entsprechende Taktik immer besser in den Griff bekommen. Gerade auch im Hinblick auf das grosse Showdown am Freitag gegen Deutschland.
Good night Switzerland!
Ich werde deshalb versuchen, in meinem Blog, die WM aus Sicht der VIP-Loge zu begleiten.
Versuchen deshalb, weil das Leben in der VIP-Loge zumindest im ISBHF doch ziemlich anstrengend ist. Ich schreibe diese Zeilen um ein Uhr in der früh. Bis vorhin habe ich Formulare und Pässe kontrolliert, Matchrapporte vorbereitet, bin an der Eröffnungsparade zusammen mit dem ISBHF Präsidenten an der Spitze des Umzugs gelaufen - leider etwas zu schnell, die Majoretten, waren schon nach 40 Metern hoffnungslos abgehängt - habe an der Direktoriatssitzung teilgenommen, mich kurz mit dem SR.Obmann über die Regeländerungen ausgetauscht und mich mit dem ISBHF Präsidenten über die Situation in der Schweiz unterhalten. Und morgen, respektive heute, sollte ich spätestens um halb acht im Stadion sein, um mein Büro einzurichten. Der Job als technischer Direktor der ISBHF ist manchmal etwas stressig, macht aber auch nach 12 Jahren noch Spass.
Aufgrund der zahlreichen Verpflichtngn kann ich nicht garantieren, dass ich die Sache mit dem Blog bis am Samstag durchziehe.
Die Schweizer Teams sind gestern am Vormittag in Most eingetroffen und sind guter Dinge. Einzig die Qualität der Zimmer gab vorübergehend Anlass zu Diskussionen. Aber schnell hatten sich die Teams wieder aufs wesentliche konzentriert, die mentale Vorbereitung auf die Spiele der kommenden Tage.
Einziger Termin heute, war der Eröffnungsumzug vom Hotel quer durch die Stadt zur Eishockeyhalle; mitten auf der Hauptstrasse, zur abentlichen Rushhour. Die Polizei hat die Hauptverbindungsachse durch die Stadt einfach dicht gemacht. Nach der Eröffnungsfeier im Stadion war dann für heute Schluss. Die U16 und U18 Teams verliessen die Arena und machten der tschechischen und slowakischen U14 Platz welche zwei Exhibitionspiele gegeneinander austrugen.
Morgen um 12:30 greift die U18 ins Turniergeschehen ein. Gegner ist die Slowakei. Die Schweizer U18 hat in der Vergangenheit die Slowakei wiederholt geschlagen. Allerdings konnte man in der Vorberetung nur gegen die U16 spielen. Einen ebenbürtigen Trainingspartner war leider nicht vorhanden. Deshalb sind die Slowaken aus meiner Sicht zu favorisieren, wobei die Schweiz immer für eine Überraschung gut ist. Diese Ausgangssituation könnte sich jedoch ändern, wenn die beiden Teams entweder am Freitag im Halbfinal oder am Samstag in den Medaillenspielen aufeinander treffen sollten, denn dann wird die Schweiz richtig eingespielt sein.
Die U16 greift am Abend um halb neun als letzte aller Mannschaften in das Turnier ein. Gegner sind die Gastgeber aus Tschechien. Nur gerade zwei Spieler der Schweizer Auswahl konnten schon internationale Erfahrung sammeln. Grund hierfür ist, dass die letztjährige U16 EM - relativ kurzfristig - abgesagt wurde. Die hoch motivierten Schweizer Spieler werden sicher vollen Einsatz zeigen, aber aufgrund der mangelnden Erfahrung muss leider mit einem klaren Sieg der Tschechen gerechnet werden. Die Jungs werden sich davon sicherlich nicht unterkriegen lassen und im Verlauf des Turniers das Grossfeld und die entsprechende Taktik immer besser in den Griff bekommen. Gerade auch im Hinblick auf das grosse Showdown am Freitag gegen Deutschland.
Good night Switzerland!
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