Montag, 20. Dezember 2010
Montag, 13. Dezember 2010
Montag, 6. Dezember 2010
Dienstag, 30. November 2010
Montag, 22. November 2010
Montag, 15. November 2010
Montag, 8. November 2010
Montag, 1. November 2010
Montag, 25. Oktober 2010
Montag, 18. Oktober 2010
Sonntag, 10. Oktober 2010
Sonntag, 3. Oktober 2010
Sonntag, 26. September 2010
Sonntag, 19. September 2010
Montag, 13. September 2010
Sonntag, 8. August 2010
Ein taktisches Meisterstück
Danach ging der Damenfinal über die Bühne. In einem auf sehr gute Niveau ausgetragenen Spiel siegte Vanier United gegen Toronto Crush mit 2:0.
Dann kam es vor gut 1'500 teils fanatischen Zuschauern zum Endspiel zwischen Neufundland und Midnight Express. Auf wessen Seite den Fans standen war schon vor Spielbeginn klar als die Ode an Neufundland (quasi die Nationalhymne der Provinz) mit mehr Aplaus bedacht wurde, als die kanadischen Nationalhyme. Das Team aus Neufundland hatte sich während des Turniers von Spiel zu Spiel gesteigert und zeigt im Finalspiel gegen Midnight Express eine taktisch und kämpferisch einwandfreie Leistung. Der Titelverteidiger aus Toronto kam nie ins Spiel. Das Heimteam dominierte von A bis Z. Neufundland machte geschickt die Passwege zu und wenn die Stars aus Ontario sich doch einmal in der Zone der Heimmanschaft festzusetzen drohten, wurden sie konsequent gestört und vor dem Tor weggearbeitet. Der Sieg fiel mit 2:0 zu niedrig aus, denn eine Schwäche konnte die Heimmannschaft bis zum Schluss nicht ganz ablegen, die mangelnde Chancenauswertung.
Wie kommt es, dass ein Team quasi aus dem Nichts kanadischer Meister werden kann? Nun, vor gut einem Jahr reiste der Chefcoach der kanadischen Nationalmannschaft für drei Tage nach Neufundland und arbeitete intensiv mit dem zukünftigen Spielern. Klar hat es einige Topspieler darunter, aber letzten Endes war es die Teamleistung, die zum Sieg führte und die Wurzeln hierzu wurden in jenen drei Tagen im letzten Jahr gelegt.
Die Lehren für die Schweiz (aus meiner Sicht).
- Streethockey ohne Checks ist absolut attraktiv und überhaupt nicht körperlos. Wir sollten die entsprechenden Bestimmungen des internationalen Reglements auf die Saison 2011/12 vollumfänglich übernehmen. In Kanada ist der Sport deutlich gewachsen, nachdem die Checks verboten wurden, gerade im Juniorenbereich schwanden die Vorbehalte vieler Eltern.
- Technisch und läuferisch sind die Schweizer Spitzenspieler schon heute auf einem ausgezeichneten Niveau. Was uns fehlt ist das Verständnis auf dem Grossfeld. Schaffen wir die Voraussetzuge für eine Grossfeldmeisterschaft in der Nationalliga A.
- Wir müssen uns in erster Linie auf das Spiel konzentrieren. Es ist nicht so wichtig, ob in einem Stulpen ein zu grosses Loch ist, wichtig ist, dass wir es den Spielern ermöglichen, ihr Spiel zu zeigen. Wechseln wir vom sturen Anwenden der Regeln zum Gamemanagement.
So, dass wars von der kanadischen Meisterschaft. Es war toll und ich werde sicher wieder einmal bei einem solchen Anlass als Zuschauer mit dabei sein. Wer Topstreethockey auf Neufundland sehen will, sollte sich besser den Juni 2013 vormerken, dann werden die Weltmeisterschaften nämlich in St. John's ausgetragen.
Freitag, 6. August 2010
Und der Unterschied ist doch nicht so gross wie man denkt....
Die Geschichte dieser Spiele ist rasch erzählt. Die Favoriten setzten sich mehr oder weniger klar durch. Die Black Knights aus Montreal - vor zwei Jahren noch stolzer Sieger - wurden von Midnight Express förmlich überrollt. New Brunswick erging es gegen Neufundland auch nicht viel besser. Vancover bekundete gegen Manitoba anfangs mehr Mühe, gewann aber am Ende klar mit 6:3. Redlite hatte in den ersten 30 Minuten erhebliche Probleme gegen die aufsässigen Spieler von Toronto Thunder, gewann aber dann doch klar.
Ganz anders die Halbfinalspiele. Im ersten Spiel sah es lange danach aus, als würde auch Vancover Falcon Machine vom Midnight Express überholt. Das Team aus Ontario führte rasch mit 2:0 und hatte das Spiel fest im Griff, bis man kurz vor Ende der ersten Hälfte (an der kanadischen Meisterschaft wir 2 x 20 Minuten gestoppt gespielt) einen Shorthander einfing und kurz nach der Pause noch den Ausgleich. Der Expresszug wurde plötzlich zu einem Bummelzug, die sonst so einwandfreien Kombinationen funktionierten gar nicht mehr und es roch nach einer Sensation für Vancover. Bis, ja bis die Mannschaft aus BC während zwei Minuten in doppelter Unterzahl spielen musste. So etwas sollte einem gegen Midnight nicht passieren, 3:2. Gelaufen war das Spiel damit noch nicht. Die Entscheidung viel erst in der Schlussminute durch ein höchst kurioses Tor. Vancover hatte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt und konnte ein Offensivbully spielen. Dieses wurde souverän gewonnen und der Ball mit Schwung auf den Verteidiger an der blauen Linie gespielt. Bloss der stand überhaupt nicht dort wo der Ball hingespielt wurde. Der Ball wurde dann länger und länger und rollte schliesslich ins Tor der Falcons.
Auch der zweite Halbfinal war an Spannung und Dramtik kaum zu überbieten. Neufundland, angefeuert von rund 1'000 fanatischen Zuschauern, dominierte die erste Hälfte gegen Redlite aus Montreal klar. Da die Chancenauswertung der Newfies einmal mehr nicht optimal war, führte man zur Spielhälfte nur mit 3:1. Dann begann eine Wahnsinnshalbzeit. Nach nur vier Minuten lag Redlite 4:3 vorn. Neufundland glich aus, Redlite legte wieder vor, Nefundland glich wieder aus und zog auf 7:5 davon, doch Redlite kam rasch wieder auf 6:7 heran und zu spielen waren immer noch acht Minuten. Bei diesem Resultat blieb es jedoch bis zum Schluss.
Somit kommt es morgen Samstag um 15.00 Ortszeit oder um 19.30 Schweizerzeit zum Finale zwischen Midnight Express und Neufundland. Wer Zeit hat, soll sich unbedingt den Livestream ansehen. Ich kann jetzt schon versprechen, das wird ein Hammerspiel!
Ich hatte jetzt vier Tage die Gelegenheit, die kandadischen Spitzenteams etwas genauer zu strudieren. Ja, es gibt in Kanada einige Ausnahmekönner aber die übrigen Spieler sind stocktechnisch und auch läuferisch nicht stärkter als die guten Schweizer Spieler und auch die Spielintelligenz ist teilweise nicht wirlich überragend. Was uns fehlt, ist die Grossfelderfahrung, das taktische Verständnis auf dem Grossfeld. Wenn wir das erwerben, dann sind wir in der Weltspitze mit dabei, davon bin ich nach vier Tagen Nationals überzeugter als je zuvor.
Ewas was mir hier auch aufgefallen ist, das Spiel steht mehr im Zentrum, als in Europa. Hier regt sich niemand auf, wenn ein SR in weissen Socken und weissen Turnschuhen pfeift oder nicht alle Helme die gleiche Farbe aufweisen. Womit ich nicht dafür plädieren will, dies in der Schweiz zu ändern, aber man sollte bei allen Regen, allen Vorschriften nicht vergessen, dass am Ende der Sport im Mittelpunkt steht.
Mittwoch, 4. August 2010
Erste Impressionen
Die Erwartungen wurden auch bei meinem zweiten Spiel (noch) nicht erfüllt. Damen, Edmonton gegen eine Mannschaft aus Nova Scotia. Kanada ist gross und nicht alle Provinzen sind gleich stark. Edmonton gewann 5:0 ohne wirklich zu überzeugen.
Dann aber der erste grosse Kracher. Neufundland Black Horse gegen die Black Knights aus Montreal. Ein äusserst intensives hochstehendes Spiel schon beinahe auf WM-Final Niveau. Die Neufundländer sind die bessere Mannschaft, sie erarbeiten sich auch mehr Chancen, können aber den zu knappen 1:0 Vorsprung nicht über die Zeit retten. Die Black Knights gleichen kurz vor Schluss aus. Was für ein Spiel.
Dann schnell ins Auto und von der neuen modernen Jack Byrne Arena zurück ins Zenrtum von St. John's in die uralte O'Her Arena. Dort hat der Titelverteidiger Brampton gerade so seine Probleme mit dem Team aus New Brunswick. Die Underdogs können zum 2:2 ausgleichen, doch dann spielt nur noch eine Mannschaft, Brampton Midnight Express. Tremblet, Housser, Monteiro und Morrison Jr wirbeln nur so auf dem Feld. Auch wenn diese vier Spieler an Weltmeisterschaften auf vier Teams verteilt sind, an den Nationals sind sie in einem Team. Housser ist einer von nur Nicht-Kanadischen Spielern an diesem Turnier. Wie dem auch sei, Midnight Epress gewinnt am Ende hoch verdient mit 4:2.
Heute morgen sehe ich mir den letzten der Favoriten an. Redlite Montreal. Ich bin wieder begeistert. Daoust, Fontaine, Gilbert... Manitoba steht völlig neben den Schuhen und wird demontiert. Beim Stand von 7:0 wird das Spiel abgebrochen, die sogenannte Mercey Rule kommt zur Anwendung.
Ach ja, ich schrieb vorhin davon, dass zwei Nicht-Kanadier an den Nationals teilnehmen. Housser und - ein Stück Schweizer Streethockey Geschichte - Fuchs. Er ging gleich nach den Playoffs nach Manitoba, gewann dort mit den Mustangs die Provinzmeisterschaft und qualifizierte sich für die Provinzauswahl. Sein Auftritt in Kanada ist so zu sagen der Probelauf für ein Spieleraustauschprogramm, das es Schweizer Top-Nationalspielern ermöglichen soll, in Kanada auf höchstem Niveau spielerische Erfahrungen zu sammeln. Er spielt im zweiten Block, erhällt sehr viel Einsatzzeit und war bisher souverän. Von einem kleinen Aussetzer beim 0:6 gegen Redlite einmal abgesehen. Positiv ist festzustellen, das Schweizer Spitzenspieler - etwas Praxis auf dem Grossfeld vorausgesetzt - durchaus in der Lage sind, gegen kanadische Spitzenteams nicht nur mitzuhalten, sondern sogar teilweise Akzente zu setzen.
Heute Abend werde ich mir die Spiele Neufundland gegen Toronto Thunder, das zweite, sehr starke Team aus Ontario und Midnight Express gegen Manitoba ansehen. Beide sind auch live auf dem Webcast zu verfolgen (www.ustream.tv/channel/2010-cbha-nationals). Es werden ausschliesslich Spiele übertragen, die in der Jack Byrne Halle ausgetragen werden. Eine Übertragung aus O'Heir ist nicht möglich. In der Halle ist es sehr dunkel und ich bezweifle, dass die dort verfügbare Kommunikationstechnik weit über Rauchsignale hinaus geht.
Die aktuellen Tabellen und alle Resultate findet ihr unter Events auf www.ballhockey.net.
Sonntag, 1. August 2010
Kanadische Meisterschaft 2010
Nebenbei wird es auch Gespräche geben über die Situation im ISBHF, die mögliche Unterstüzung der Schweizer Nationalmannschaft durch Vertreter des kanadischen Verbands, die Möglichkeit für Schweizer Spitzenspieler in Kanada zu spielen und Details im Ablauf bei der Verpflichtung kanadischerSpitzenspieler durch Schweizer Klubs.
Aber bevor es hier mit den Spielen los geht, ein paar Hintergrundinfos.
Alles ist en bisschen anders
Kanada ist gross, zu gross, um eine nationale Meisterschaft durchzuführen, wie in der Schweiz oder von mir aus in Tschechien. Um ein Beispiel zu machen. St. John's liegt näher bei Bern als bei Vancover oder Toronto.
Streethockey wird in Kanada in erster Linie in den Provinzen gespielt. Es gibt dort nicht eine Meisterschaft pro Jahr, sondern zwei, drei oder vier. Winter-, Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder August-Meisterschaft, alles ist möglich. Die Spieler spielen auch nicht zwingend jede Meisterschaft im selben Teams. Transfers, wie wir sie in Europa kennen, gibt es eigentlich auch nicht. Klubs als eigenständige juristische Personen auch nicht wirklich.
Es ist also alles ein bischen anders, da überrascht es auch nicht, dass die Art und Weise, wie man sich für die Nationals qualifiziert, auch etwas anders ist.
Im kanadischen Streethockey gibt es zwei Typen von Provinzen, A- und B-Provinzen. A-Provinzen sind Ontario, Quebec, British Columbia und Alberta. B-Provinzen Manitoba, Saskatchewan, New Brunswick, Nova Scotia und Newfoundland. Von den A-Provinzen ist jeweils der Gewinner der Sommermeisterschaft qualifiziert sowie - ausser bei Alberta - der Zweite.
Die B-Provinzen sind nicht durch ein Team, sondern durch eine Provinzauswahl vertreten, also quasi einer "Nationalmannschaft".
Wer bis hierher aufmerksam gelesen hat, ist jetzt leicht verwirrt. Nehmen jetzt zehn oder zwölf Mannschaften teil? Es sind nur zehn. Saskatchewan hatte nicht genügend gute Spieler gefunden, die bereit waren, die teure Reise nach Neufundland anzutreten und auch Nova Scotia hat kein Team geschickt, wieso - keine Ahnung, werde es noch in Erfahrung bringen.
Natürlich gibt es an einer kanadischen Meisterschaft auf Favoriten. Dies sind in der Regel die Teams aus Ontario und Quebec, insbesondere Midnight Express (O), Red Lite (Q) und die Black Nights (Q). Allerdings ist dieses Jahr das Heimteam, die Auswahl von Neufundland, auch nicht zu unterschätzen.
Es wird einen Livestream geben. Die Infos hierzu wird noch auf http://www.cbha.com/ resp. auf http://www.ballhockey.net/ publiziert. Auf ballhockey.net werden auch die Spieltelegramme abrufbar sein.
Werde mich in den kommenden Tagen wieder melden.
Dienstag, 8. Juni 2010
Null-Tolleranz, Checkverbot und Spiel-Management
Irgendwo auf einem Streethockeyfeld in Europa
Ein spannendes Spiel neigt sich dem Ende zu. Es steht Unentschieden. Die Teams haben den Zuschauern hochklassiges Streethockey geboten. Plötzlich ein Pfiff. Der Schiedsrichter hat irgendwo in der Spielfeldmitte einen Stockschlag gesehen und sofort eine Strafe ausgesprochen. Der Spieler, der den Stockschlag ausgeteilt hat, begibt sich murrend auf die Strafbank. Die andere Mannschaft nutzt die Überzahlsituation und erzielt den Siegtreffer. Nach dem Spiel wird der bestrafte Spieler sagen: "Ja, es war ein Stckschlag, man kann das pfeifen, aber ..."
Was heisst eigentlich "Null-Tolleranz"?
Auf den ersten Moment scheint dies eine dummer Frage. Das heisst, die Regeln werden konsequent angewendet. Eine Strafe ist eine Strafe, ist eine Strafe und bleibt eine Strafe. Nur heisst es wirklich nur das? Könnte es nicht auch heissen, jede Aktion die gegen die Gesundheit eines Spielers oder Offiziellen gerichtet ist, wird konsequent bestraft. Ein Regelfanatiker würde nun dagegenhalten, dass die Regeln nun einmal da seien, um angewendet zu werden, Ausnahmen seinen weder möglich, noch sinnvoll, noch angebracht. Was würde aber ein Zuschauer antworten, der gekommen ist, um eine schöne, flüssige Streethockeypartie zu sehen? Was würde jemand sagen, dem die Entwicklung unseres Sports am Herzen liegt?
Checkverbot
Das neue ISBHF-Reglement sieht vor, dass ein aktiver Körperkontakt, also ein Check verboten ist und mit zwei Minuten bestraft wird. In Most wurde diese Regel erstmals ausprobiert. Zugegeben, ich war etwas skeptisch. Streethockey ohne Checks, ist das überhaupt noch Streethockey, ist das nicht Unihockey. Nun, ich wurde eines Besseren belehrt. Zum einen bedeutet "keine Checks" nicht, dass jeglicher Körperkontakt verboten ist. Wenn zwei Spieler dem Ball nacheilen und dabei mit den Schultern aneinander stossen, so ist das durchaus legal. Auch an der Bande darf weiterhin mit dem Körper gearbeitet werden. Checks, gibt es keine mehr, das ist richtig, aber braucht unsere Sportart Checks? Ich denke nein. Klar fehlt ein spektakuläres Element. Aber gleichzeitig bevorteilt diese Regelung technisch versierte Spieler. Zudem wird dadurch die Verletzungsgefahr verkleinert. Der Sport wird technischer. Die Bedenken von Eltern, welche nicht so sehr davon begeistert sind, dass ihr Kinder einen so groben Sport betrieben, werden abgebaut. Ich hätte vor Most nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber: "Wir hätten die Checks schon vor Jahren verbieten sollen".
Regelkenntnisse sind Voraussetzung, ihre zur Show Stellung aber nicht Sinn und Zweck
Die Schiedsrichter müssen die Spielregeln kennen, das ist denke ich unbestritten, auch wenn es leider nicht immer auf alle Schiedsrichter zutrifft. Es ist indes aus meiner Sicht nicht nötig, dass die Scheiderichter zu jedem Zeitpunkt des Spiel für jeden sichtbar unter Beweis stellen müssen, dass sie die Regeln beherrschen und entsprechend mit Strafen um sich werfen. Diese Art der Spielführung ist gerade in Europa weit verbreitet. Die Schiedsrichter sind stolz darauf, die Regeln zu kennen und wollen dies auch zeigen, indem sie sie konsequent anwenden. Eine Strafe ist eine Strafe, ist eine Strafe und bleibt eine Strafe. Nur, die Regelkenntnis ist etwas selbstverständliches, eine Grundvoraussetzung, um Schiedsrichter zu sein. Etwas das Wichtig ist, aber nichts worauf man als Schiedsrichter besonders stolz sein muss. Nichts, dass man a tout prix zeigen muss.
Spiel-Management
Die Hauptaufgabe eines Schiedsrichters ist also nicht, dem Publikum und den Mannschaften zu beweisen, dass er die Regeln kennt. Seine Hauptaufgabe ist es, den Mannschaften ein Spiel zu ermöglichen, indem sie ihre technischen und taktischen Fertigkeiten unter Beweis stellen können und sie gleichzeitig vor Verletzungen zu schützen. Die Fähigkeiten und die Tagesform der Spieler sollen über den Ausgang einer Partie entscheiden können, die Aufgabe des Schiedsrichters ist es, dafür zu sorgen, dass dies in geordneten Bahnen abläuft.
Jegliche Regelverstösse, die gegen die Gesundheit der Spieler gerichtet sind müssen demzufolge ohne wenn und aber geahndet werden. Darunter fallen z.B. Stockstiche, Bandencheks, Crosschecks, Checks in den Rücken oder gegen den Kopf aber auch normale Checks.
Ebenso sind Regelverstösse, die einen Gegenspieler einer klaren Torchance berauben konsequent zu ahnden.
Aber wie sieht es mit den übrigen Regelverstössen aus? Sicher sind die nicht einfach zu tollerieren und gerade in der Anfangsphase des Spiels ist den Spielern aufzuzeigen, wieweit sie gehen können und wo die Grenzen sind. Gerade, wenn eine Mannschaft immer wieder zu unfairen Mitteln greift, um einen technisch und taktisch überlegenen Gegner aus dem Konzept zu bringen sind Strafen durchaus angezeigt. Mit der Fortdauer des Spiels werde die Teams dann wissen, was erlaubt ist, die Zahl der Strafen geht zurück und es kann sich ein gutes Spiel entwickeln.
Bei engen Spielen zwischen ebenbürtigen Teams, sollten tendenziell in der Schlussphase nur noch Vergehen gegen die Gesundheit der Gegenspieler und regelwidrig zu Nichte gemachte Torchancen mit Strafen geahndet werden. Über "harmlosere" Dutzendfouls kann ein Schiedsrichter in dieser Phase durchaus hinweg sehen. Er wird sowieso nie alles sehen, was zwischen den Spielern abläuft. In dieser Phase sollen die Spieler das Spiel entscheiden, nicht die Schiedsrichter.
Es gibt auch andere Situationen, in denen ein Schiedsrichter die Regeln etwas grosszügiger auslegen kann. Soll man gegen eine Mannschaft, die hoffnungslos in Rückstand liegt, konsequent für jedes noch so kleine Vergehen eine Strafe verhängen?
Spinnt er jetzt oder was?
Nein, ich bin absolut normal, zumindest glaube ich das. Mir liegt einfach vieles daran, dass die Schiedsrichter ihre Rolle richtig verstehen und sie so ausüben, wie es für das Spiel am Besten ist.
Meine persönliche Meinung, zweifelsohne. Muss man sie berücksichtigen? Natürlich nicht, denn in meinem Blog gebe ich nur mein persönliche Meinung kund. Und doch würde ich mir wünschen, dass sich die europäischen Schiedsrichter im Allgemeinen und die SSHR im Besonderen darüber Gedanken machen, ob nicht die von mir angeregte Art und Weise der Spielleitung erstrebenswert wäre, zum Wohle des Sports.
Nur ganz nebenbei möchte ich erwähnen, dass sich die ISBHF anlässlich von internationalen Anlässen von Schiedsrichtern genau diese Art des Spiel-Managements wünscht. Gerade für diejenigen europäische Schiedsrichter, für die eine Regel eine Regel ist, eine Regel ist und eine Regel bleibt, ist es nicht ganz einfach, die Vorgaben der ISBHF umzusetzen.
Sonntag, 6. Juni 2010
Most 2010: Ein halbwegs versöhnliches Ende
Im aus Schweizer Sicht wichtigsten Spiel des Tages traf die U18 auf die Tschechen. Und endlich fanden die Jungs zu ihrem Spiel und liessen ihr Können erahnen. Das Pech allerdings klebte den Eidgenossen nach wie vor an den Schaufeln. In der sechsten Minute wollte Iten den Ball in hohem Bogen wegschlagen, traf aber den eigenen Verteidiger am Rücken und von dort flog der Ball ins Tor. Die Schweizer erholten sich von diesem Rückschlag relativ rasch. Tortzdem, die Tschechen kamen noch zu einigen guten Chancen, scheiterten aber an Iten oder am Pfosten. Die Schweiz gestaltete nun das Spiel immmer ausgeglichener. Schliesslich konnte Müller kurz vor Drittelsende den hochverdienten Ausgleich erzielen. Das zweite Drittel begann absolut ausgeglichen. Die Schweizer waren den Tschechen nun völlig ebenbürtig. Ein unnötiges Herumtändeln in Überzahl hinter dem eigenen Tor zog schliesslich eine Strafe gegen die Schweiz nach sich. Währennd dieser 4 gegen 4 Situation konnten die Gastgeber die Führung erneut an sich reissen. Nun fielen die Schweizer einen Moment lang aus dem Konzept und die Tschechen konnten auf 4:1 davon ziehen. Die Entscheidung? Noch nicht . Zu Beginn des Schlussabschnitts konnte Fuchs im Powerplay auf 4:2 verkürzen. Beide Teams hatten Chanchen zu weiteren Treffern. Am Ende war das Glück auf der Seite der Platzherren, welche das 5:2 erzlene konnten. Die Schweizer gaben aber keineswegs auf und die Gastegeber konnten sich bin in die Schlussminuten ihres Sieges nicht sicher sein.
In beiden Finalpartien trafen Kanada und die Slowakei aufeinander. Das Schlussresultat lautete in beiden Partien 3:2 nach Verlängerung. Bei der U16 für Kanada, bei der U18 für die Slowakei. Es waren zwei hochstehende Spiele. Einziger Schönheitsfehler, etwas viele Strafen am Ende der regulären Spielzeit respektive in der Verlängerung. Es habdelte sich dabei nicht um Fouls, welche die Gesundheit der Speler gefährdeten oder den Gegner einer Torchance beraubten. Sondern um Dutzendaktionen, die man zwar pfeiffen kann, aber... Ich habe gewisse Zweifel, dass diese Regelauslegung sich mit den Intentionen der ISBHF abschliessend deckt.
Wie dem auch sei. Die Schweizer wurden bei der U16 und der U18 Letzter. Die U16 gewann immerhin den Fairplaypokal. Von der U18 schaffte Marc Müller verdienterweise den Sprung ins Allstarteam. Er war zusammen mit Iten wohl der beste Spieler der Schweiz.
Freitag, 4. Juni 2010
Most 2010: Es gibt glückliche Tage und weniger glückliche Tage
Schliesslich das alles entscheidende Spiel der U16 gegen Deutschland. Die Schweiz hat zu Beginn mehr spielanteile, mehr Schüsse, aber man trifft das Tor nicht. Die Deutschen tun im Gegenzug das, was sie immer machen, sie nutzen die Chancen, die sich ihnen bieten. So heisst es dann auch nach zehn Minuten 1:0 für Deutschland. Ein Motivationsschub geht duch die Reihen der Deutschen, sie kommen besser ins Spiel, die Schweizer halten dagegen. Aber es ist wieder Deutschland, das im Mitteldrittel erneut trifft. De Schwezer halten mit dem Mute der Verzweiflung dagegen, aber Deutschland kämpft nun verbissen um jeden Ball, ist nun klar die bessere Mannschaft.
Die Tore drei und vier im Schlussdrittel sind die logische Folge. Immerhin, vier Minuten vor Schluss gelingt Tenud noch der Ehrentreffer. Trotzdem, der Stachel sitzt tief. Man kann gegen Kanada, Tschechien oder die Slowakei verlieren, aber gegen Deutschland und dann noch gleich 4:1, das schmerzt.
Nun, für eine erste Analyse ist es noch etws früh. Trotzdem, es hat in beiden Teams gute Spieler, aber so dicht besetzt wie die Jahrgäne 84/85, 87/88 oder 89/90 sind die Jahrgänge 92/93 und 94/95 leider nicht. Aber das ist nur eine Erklärung. Wir haben n der Vergangenheit den Tschechen und Slowaken wiederholt massiv zugesetzt. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und Massnahmen getroffen. Nun müssen wir etwas dagegen setzen. Wir müssen mehr 5 gegen 5 spielen. Wieso nicht den Cup ab Halbfinal auf dem Grossfeld austragen. Wieso nicht einen Teil der Junioren A-Meisterschaft auf dem Grossfeld austragen?
Tja, soviel zu einem bitteren Tag in Most...
Moment, da war doch noch was. Ach ja, die U18 spielt morgen Mittag um Platz drei. Eine klare Sache für den Gegner (die Tschechen)? Nicht unbedingt, denn die Schweizer wurden bisher zweifelsohne unter Wert geschlagen und wenn es dem Team gelingt, endlich zu zeigen, was in ihm steckt, dann.....
Ach ja, auch für die Tschechen war es nicht wirklich ein glücklicher Tag. Zuerst die 5:1 Niederlage im U18 Halbfinal gegen die Slowakei, dann die 8:3 Niederlage gegen Kanada im Quasihalbfinal der U16. Und dort wurden die Tschechen Phasenweise richtig vorgeführt.
Mehr aus Most morgen.
Donnerstag, 3. Juni 2010
Most 2010: Warten auf den ersten Punkt
Danach verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen. Auch durch einen weiteren Treffer der Tschechen zu Beginn des mittlere Spielabschnits liessen sich die Schweizer nicht aus dem Konzept bringen und hielten dagegen. In der 27. Minute gelang Bâume nach einer schönen Einzelleistung der Anschlusstreffer. Die Tschechen stellten zwar den alten Zweitoreabstand schon bald einmal wieder her, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Zu Beginn des Schlussabschnitts vielen die Schweizer für sechs Minuten etwas von der Rolle und mussten nicht weniger als vier Gegentreffer hinnehmen. Schliesslich sorgte Müller mit seinem zweiten Treffer für das 3:8 Schlussresultat.
Im zweiten Spiel trafen die kanadische und die slowakische U18 aufeinander. Die Kanadier dominierten das erste und das letzte Drittel, die Slowaken den Mittelabschnitt. Am Ende siegt Kanada - vielleicht einen Tick zu hoch - mit 5:2.
Im Schongang schlug sodann die slowakischen U16 deutschland mit 5:0.
In ihrem heutigen Spiel traf die schweizer U16 auf Kanada. Und die Jungs von Chirsten und Dumas zogen sich ganz ordentlich aus der Affäre. Im Startabschnitt gestanden sie den Nordamerikanern lediglich einen Treffer zu. Auch im Mitteldrittel verteidigten sich die Eidgenossen mit viel Herz und Einsatz, mussten aber drei Gegentore zulassen. In den letzten sieben Spielminuten erfolgte dann ein kleiner Einbruch und am Ende hiess es 8:0 für die Nordamerikaner.
Anschliessend kam es bei der U18 zum zweiten Aufeinandertreffen der Schweiz mit Kanada an diesem verregneten Donnerstag in Most. Die Kanadisce Dampfwalze erstickte jegliche Schweizer Hoffungen bereits in den ersten Spielminuten. Nach kanpp sechs Minuten hiess es schon 3:0. In der Folge kamen die Schweizer etwas besser ins Spiel, wohl auch, weil die Kanadier einen Gang zurückschalteten. Zu Beginn des Mittelabschnitss konnte Thüring auf 3:1 verkürzen. Kanada konnte schon bald darauf im Powerplay wieder auf 4:1 davon ziehen. Zu Beginn des Schlussabschnitts schalteten die Kanadier wieder einen Gang höher und zogen auf 6:1 davon. Das Spiel war nun gelaufen. Die Konzentration der Eidgenossen liess nach und so konnten die Kanadier noch zwei weitere Treffer erzielen. Bereits morgen um 13:00 Uhr treffen die beiden Teams im Halbfinal erneut aufeinander.
Danach begann der grosse tschecho-slowakische Abend. Zuerst sicherte sich die slowakische U16 mit einem 4:0 Sieg den vorzeitigen Einzug ins Finale. Im U18 Spiel trennten sich die beiden Teams 3:3 unentschieden.
Die U16 sielt morgen um 8:30 gegen die Slowakei und trifft um halb vier im alles entscheidenden Spiel um den Einzug ins kleine Finale auf Deutschland.
Mittwoch, 2. Juni 2010
U16/18 WM, Erster Tag
Dann kam es zumlange erwarteten Auftritt der U18. Leider verlief der gar nicht so, wie erhofft.
Die Mannschaft war vor dem Spiel gegen die Slowaken hoch motiviert. Der Wille an Villach und Huttwil anzuküpfen war bei den Spielern förmlich greifbar, doch dann kam es zu einem klassichen Fehlstart. Ich werfe nur einen Namen in die Runde: "Sandro Bertaggia", die etwas älteren unter den Leseren werden nun wissen, wie die Slowaken nach 11 Sekunden in Führung gingen.
Leider legte sich die Nervosität der Mannschaft nach diesem frühen Rückstand überhaupt nicht. Im Gegenteil, es sollte noch schlimmer kommen. In Überzahl liess man sich von den aggressiv forecheckenden Slowaken überraschen, vertendelte den Ball und schon stand es 2.0. In den nächsten Minuten musste man das Schlimmste befürchten. Die Schweizer waren vorübergehend völlig von der Rolle. Doch das Team fing sich wieder und nach gut 11 Minuten konnte Bâume auf 2:1 verkürzen. Leider ermöglichte es eine erneute Unachtsamkeit den Slowaken, nur 16 Sekunden später den Zweitoreabstand wieder herzustellen.
Trotzdem, die Schweizer kamen nun endlich besser in Spiel und der Match verlief nun ziemlich ausgeglichen. Im Mittelabschnitt waren die Schweizer mehrfach nahe am Anschlusstreffer, mussten dann aber in der 29. Minute einen erneuten Gegentreffer hinnehmen. Ein dummer Ballverlust in Überzahl war die Ursache. Bis zum Ende des Mittelabschnitts waren die Schweizer sichtlich bestrebt, einen weiteren Treffer zu erzielen, was nicht gelang.
Der Schlussabschnitt hatte dann nur noch Erledigungscharakter, die Schweizer steckten zurück und die Slowaken kamen noch zu vier weiteren Treffern.
Im nächsten Spiel kamen die kanadische U16 gegen Deutschland so langsam auf Touren. Am Ende stand ein klarer, 12:0 Sieg.
Das U18 Spiel zwischen Tschechien und Kanada war sicher das Highlight des heutigen Tages. In einer hochklassigen und schnellen Partie konnten die Tschechen im Mittelabschnitt 1:0 in Führung gehen. Im Schlussabschnitt starteten die aus meiner Sicht technisch einen Tick besseren Kanadier zur Generaloffensive und konntendas Spiel mit drei Treffern zu ihren Gunsten entscheiden. Ich wäre nicht überrascht, wenn sich diese beiden Teams am Samstag im Finale wieder gegenüber stehen. Das war schlicht weltklasse.
Inzwischen sind im Spiel der U16 gegen die Tschechen zwei Drittel beende und es steht nach einer sehr guten Leistung der Mannschaft nur 0:3 für die Tschechen. Defensiv agiert die Mannschaft sehr solide. Offensiv gibt es noch ein gewisses Steigerungspotenzial. Alles in allem aber keine schlechte Leistung wenn man bedenkt, dass dies für beinahe alle Spieler der erste Ernstkampgf auf dem Grossfeld ist. Leider schlug es im Schlussdrittel noch viermalein. Trotzdem, die Schweizer haben gezeigt, dass doch einiges in ihnen steckt. Schade, dass wir keine Grossfeldmeisterschaft haben.¨
Good night from Most.
Dienstag, 1. Juni 2010
U16/U18 WM Most
Ich werde deshalb versuchen, in meinem Blog, die WM aus Sicht der VIP-Loge zu begleiten.
Versuchen deshalb, weil das Leben in der VIP-Loge zumindest im ISBHF doch ziemlich anstrengend ist. Ich schreibe diese Zeilen um ein Uhr in der früh. Bis vorhin habe ich Formulare und Pässe kontrolliert, Matchrapporte vorbereitet, bin an der Eröffnungsparade zusammen mit dem ISBHF Präsidenten an der Spitze des Umzugs gelaufen - leider etwas zu schnell, die Majoretten, waren schon nach 40 Metern hoffnungslos abgehängt - habe an der Direktoriatssitzung teilgenommen, mich kurz mit dem SR.Obmann über die Regeländerungen ausgetauscht und mich mit dem ISBHF Präsidenten über die Situation in der Schweiz unterhalten. Und morgen, respektive heute, sollte ich spätestens um halb acht im Stadion sein, um mein Büro einzurichten. Der Job als technischer Direktor der ISBHF ist manchmal etwas stressig, macht aber auch nach 12 Jahren noch Spass.
Aufgrund der zahlreichen Verpflichtngn kann ich nicht garantieren, dass ich die Sache mit dem Blog bis am Samstag durchziehe.
Die Schweizer Teams sind gestern am Vormittag in Most eingetroffen und sind guter Dinge. Einzig die Qualität der Zimmer gab vorübergehend Anlass zu Diskussionen. Aber schnell hatten sich die Teams wieder aufs wesentliche konzentriert, die mentale Vorbereitung auf die Spiele der kommenden Tage.
Einziger Termin heute, war der Eröffnungsumzug vom Hotel quer durch die Stadt zur Eishockeyhalle; mitten auf der Hauptstrasse, zur abentlichen Rushhour. Die Polizei hat die Hauptverbindungsachse durch die Stadt einfach dicht gemacht. Nach der Eröffnungsfeier im Stadion war dann für heute Schluss. Die U16 und U18 Teams verliessen die Arena und machten der tschechischen und slowakischen U14 Platz welche zwei Exhibitionspiele gegeneinander austrugen.
Morgen um 12:30 greift die U18 ins Turniergeschehen ein. Gegner ist die Slowakei. Die Schweizer U18 hat in der Vergangenheit die Slowakei wiederholt geschlagen. Allerdings konnte man in der Vorberetung nur gegen die U16 spielen. Einen ebenbürtigen Trainingspartner war leider nicht vorhanden. Deshalb sind die Slowaken aus meiner Sicht zu favorisieren, wobei die Schweiz immer für eine Überraschung gut ist. Diese Ausgangssituation könnte sich jedoch ändern, wenn die beiden Teams entweder am Freitag im Halbfinal oder am Samstag in den Medaillenspielen aufeinander treffen sollten, denn dann wird die Schweiz richtig eingespielt sein.
Die U16 greift am Abend um halb neun als letzte aller Mannschaften in das Turnier ein. Gegner sind die Gastgeber aus Tschechien. Nur gerade zwei Spieler der Schweizer Auswahl konnten schon internationale Erfahrung sammeln. Grund hierfür ist, dass die letztjährige U16 EM - relativ kurzfristig - abgesagt wurde. Die hoch motivierten Schweizer Spieler werden sicher vollen Einsatz zeigen, aber aufgrund der mangelnden Erfahrung muss leider mit einem klaren Sieg der Tschechen gerechnet werden. Die Jungs werden sich davon sicherlich nicht unterkriegen lassen und im Verlauf des Turniers das Grossfeld und die entsprechende Taktik immer besser in den Griff bekommen. Gerade auch im Hinblick auf das grosse Showdown am Freitag gegen Deutschland.
Good night Switzerland!
Dienstag, 25. Mai 2010
Resultate vom 24.5.2010
Montag, 17. Mai 2010
Sonntag, 9. Mai 2010
Dienstag, 4. Mai 2010
Dienstag, 27. April 2010
Dienstag, 20. April 2010
Montag, 12. April 2010
Montag, 5. April 2010
Montag, 29. März 2010
Montag, 22. März 2010
Montag, 15. März 2010
Montag, 8. März 2010
Montag, 1. März 2010
Fehlurteil? Gedanken zur Causa Seetal Admirals
Die Fakten
Am Samstag, dem 7. November 2009 trafen in Lenzburg im Rahmen der ersten Partie eines Doppelwochenendes die Seetal Admirals auf den SHC Martigny. In einer engen Partie setzten sich die Gastgeber mit 8:7 durch. Betrachtet man den Matchrapport so gab es bis zum Spielende 3 x 2 plus 10 Minuten gegen die Admirals und 6 x 2 plus 10 Minuten gegen Martigny. Es kann sich also – eingedenk der in der Tendenz eher kleinlichen Spielleitung der SSHR in der laufenden Saison – nicht um eine besonders unfaire Partie gehandelt haben. Nun, nach Spielschluss kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung, die ziemlich offensichtlich vom SHC Martigny ausging. Die Schiedsrichter verhängten die folgenden Strafen: Ein Spieler von Seetal Admirals erhielt 5 plus Spieldauer, zwei weitere Spieler je 2 x 2 Minuten. Ein Spieler des SHC Martigny erhielt eine Matchstrafe, ein weiterer 5 plus Spieldauer und zwei weitere Spieler je 2 x 2 Minuten. Es wurde ein SR-Rapport erstellt, aufgrund dessen die beiden Martignyspieler erhebliche Sperren aufgebrummt erhielten.
Seites der Seetal Admirals wurde die TK-Chefin kurz nach Spielschluss kontaktiert und über den Vorfall nach Spielschluss informiert. In diesem Gespräch wurde offenbar auch angetönt, dass man unter diesen Umständen am nächsten Tag nicht nach Martigny fahren werde. Die TK-Chefin besprach sich umgehend mit dem TK-Chef der unteren Ligen, welcher den einen Schiedsrichter dieser Partie anrief. Dieser widersprach in vielen Punkten der Darstellung der Seetal Admirals, die Partie sei mit Ausnahme der Schlussminuten durchaus nicht unfair gewesen. Die Szene am Ende war sicher unschön aber auch nicht so gravierend, dass ein Spiel am kommenden Tag nicht in Frage käme. Seitens der SSHA wurde entschieden, dass das Spiel durchzuführen sei, wobei die vorgesehen Schiedsrichter ausgewechselt würden. Die Seetal Admirals wurden darüber Informiert und auch darüber aufgeklärt, dass die Erklärung eines Forfaits, eine automatischen Relegation in die NLB zur Folge hätte. Diese Erklärung wurde seitens der SSHA am Morgen des 8. Novembers erneut weiderholt. Die Seetal Admirals waren jedoch nicht bereit in Martigny anzutreten, weil sie – so ihre Aussage – nicht über genügend gesunde Spieler verfügen würden. Beweise für die Verletzungen der Spieler brachten die Seetal Admirals nach meinen Informationen indes nie bei. Die SSHA entschied in bekannter Weise, die SK lehnte den Rekurs ab und die Admirals zogen die erste Mannschaft per sofort aus der NLA zurück und veröffentlichten auf ihrer Website einen Rundumschlag gegen alles und jeden.
Bewertung
Das Verhalten des Verbands
Das Verhalten des Verbands war aus meiner Sicht korrekt. Man hat den Schiedsrichter angehört und aufgrund dessen Aussage entschieden die Partie durchzuführen. Man hat die Seetal Admirals vorgängig über die Folgen eines Nichtantretens informiert. Der Entscheid der SSHA entsprach den Vorgaben des Reglements. So gesehen kann dem Vorstand kein falsches Verhalten vorgeworfen werden. Aber musste er so entscheiden? Natürlich, würde wohl ein Jurist antworten. Aber ich bin Historiker nicht Jurist und habe deshalb zuweilen einen etwas anderen Ansatz. Muss Recht immer buchstäblich ausgelegt werden, oder muss man sich nicht die Frage stellen, was der Gesetzgeber mit einem bestimmten Artikel bezwecken wollte und sich bei der Urteilsfindung davon leiten lassen? In der höchsten Liga eines Landes ist es sicher nicht wünschenswert, wenn Teams forfait erklären. Dies wirft ein schlechtes Licht auf eine solche Meisterschaft. Von einer Mannschaft in der ersten Spielklasse kann und darf man erwarten, dass sie in der Lage ist, zu Meisterschaftsspielen anzutreten. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Forfaiterklärungen gekommen, so dass die Stimmen die nach einer Regelung verlangten, die ein solches Verhalten effektiv verhindern würde, immer lauter wurden. Die Regelung die schliesslich gefunden wurde ist sattsam bekannt. Wer Forfait erklärt, wird zwangsrelegiert. Nun, haben wir es aber mit einer besonderen Situation zu tun, einer Aggression gegen Spieler einer Mannschaft gegen die man am kommenden Tag wieder antreten muss, dies kann durchaus als Einschüchterungsversuch gewertet werden. Die SSHA hätte also prüfen können ob unter diesen Umständen, nicht auf den Zwangsabstieg verzichtet werden könnte, weil der Gegner sich ebenfalls unfair verhalten hätte. Das Forfait hätte natürlich verhängt werden müssen, ebenso alle Bussen die in diesem Zusammenhang fällig wurden, aber anstelle eines Zwangsabstiegs hätte man es bei einem Zwangsabstieg auf Bewährung belassen können. Ev. wäre Kritik am Vorstand laut geworden, aber diese wäre wohl weniger stark gewesen; viele hätten wohl sogar von einem klugen Urteil gesprochen. Aber wie gesagt, der Vorstand konnte auch so entscheiden, wie er entschieden hat.
Das Verhalten der SK
Hätte sich die Strafkommission anders entscheiden können. Nun, die SK muss in erste Linie prüfen, ob die SSHA bei ihrem Urteil die verfahrensmässigen Rechte aller Parteien berücksichtigt hat, ob die Urteile den Statuten und Reglementen entsprechen und ob das Strafmass vernünftig ist. Dies konnte die SK in allen Punkten bejahen. Allerdings gilt auch hier, man hätte den Weg gehen können, den ich schon beim Vorstand beschrieben habe.
Das Verhalten des SHC Martigny
Nun, eine Schlägerei nach Spielschluss anzuzetteln, spricht nicht unbedingt für eine Mannschaft, ist aber – leider – auch nicht allzu ungewöhnlich. Wollten die Walliser den Gegner vom Spiel des nächsten Tages einschüchtern, gut möglich. Wollten sie ihn dazu zwingen Forfait zu erklären und so den eigenen Abstieg zu verhindern, wie dies auf der Website der Admirals impliziert wird? Sicher nicht. Zwei Spieler sind offenbar völlig ausgeratet und wurden entsprechend bestraft, schon das alleine lässt eine geplante Aktion unwahrscheinlich erscheinen. Alles in allem, Martigny hat sich in Lenzburg nicht mit Ruhm bekleckert und seine Spieler haben sich nicht korrekt verhalten (und wurden dafür bestraft) nicht mehr, nicht weniger.
Das Verhalten der Seetal Admirals
Es ist sicher nicht angenehm und der Spielfreude förderlich, wenn man am Ende eines Spiels von gegnerischen Spielern massiv angegriffen wird. Frustration und Wut sind verständlich, auch Gedanken daran, am kommenden Tag nicht anzutreten. Nur diesen Entscheid zu fällen und gegen den Verband durchziehen, ist ein fragwürdiges Vorgehen. Der Verband ist bei seiner Entscheidfindung auf neutrale Darstellungen der Ereignisse angewiesen. Neutral ist der Schiedsrichter, deshalb kommt seinen Aussagen ein besonderes Gewicht zu. Zwar ist eine Stellungnahme des Schiedsrichters nicht sakro-sankt, aber es braucht schon handfeste Beweise, um die Stellungnahme eines Schiedsrichters zu entkräften. Diese wurden von den Admirals nicht beigebracht. Es fehlten ärztliche Zeugnisse von den angeblich verletzten Spielern. Diese wären zweifellos erhältlich gewesen und ich denke, der Verband hätte sie eingedenk der knappen Zeit auch akzeptiert, wenn sie erst am Montag ausgestellt worden wären. So aber haben wir lediglich den Entscheid der Seetal Amdirals, nicht anzutreten und dieser Entscheid wurde nun gegen den Verband durchgedrückt, in voller Kenntnis der Folgen. Klar sind aus Sicht der Admirals die Bestimmungen des Regelemtes falsch. Nur, weil man ein Gesetz für falsch hält, heisst das nicht, dass man sich nicht daran halten muss. Letzten Endes hätte es auch die Möglichkeit gegeben, unter Protest anzutreten und das Verhalten des SHC Martigny untersuchen zu lassen. Auch von dieser Variante hat man nicht Gebrauch gemacht. Kurzum, man wollte seine Interpretation der Situation und der Regeln durchsetzen, um jeden Preis. Ein Fehlentscheid der Verantwortlichen, der massive Folgen für den Verein hat. Die Admirals werden dagegen halten, man hätte mit Verständnis und milde auf Seiten des Verbandes gerechnet. Klar wäre das möglich gewesen, aber es war ein Glückspiel.
Die ganze Aktion erwiest sich als tragischer Bumerang für die Admirals. Sie wurden in die NLB zwangsrelegiert. Anstatt die eigenen Fehler einzugestehen, wird aber nun aus allen Rohren auf den Verband geschossen und auf die Regeln, welche den Admirals ein Dorn im Auge sind. Die Frustration und die Wut über die Fehleinschätzung der Situation sind zu verstehen, der Rundumschlag nicht, zumindest etwas Selbstkritk müsste auch mit durchscheinen. Die von den Admirals bemängelten Bestimmungen sind dazu da, das Niveau in der Nationalliga A hoch zu halten und den Nachwuchs zu fördern. Von jemandem, der in der höchsten Liga spielen will, kann und darf man in jeder Sportart erwarten, dass er einen gewissen Aufwand betreibt, der nicht nur sich sondern auch dem Sport zu Gute kommt. Wer dies nicht will, dem stehen die unteren Ligen offen.
Fazit
Ich denke die Admirals haben durchaus die Möglichkeit oben mitzuspielen. Sie müssen aber lernen, und das werden sie auch – davon bin ich überzeugt – dass sie auch diejenigen Regeln einhalten müssen, die aus ihren Augen falsch sind.
Dem Verband sei mitgegeben, dass es immer auch Möglichkeiten gibt, im Sinne des Sports und nicht nur im Sinne des Gesetzes zu entscheiden. Wie er mit dem Rückzug der Admirals umgeht, wird zeigen, ob man hier etwas gelernt hat.
Samstag, 27. Februar 2010
Mögliche Statuten eines Vereins der Fans der Natinalmannschaften
Streethockey Nationalteams (SSSN)
S t a t u t e n
I. Allgemeine Bestimmungen
Art. 1: Name, Sitz und Dauer
1. Unter dem Namen „Supporters oft he Swiss Streethockey Nationalteams“ besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches mit Sitz am Domizil des Präsidenten.
2. Seine Dauer ist unbeschränkt.
Art. 2: Zweck
1. Der Verein bezweckt die Förderung und Unterstützung aller Nationalmannschaf-ten der Swiss Streethockey Association (SSHA).
2. Der Verein unterstützt die Nationalmannschaften der SSHA finanziell. 75 % der Mitgliederbeiträge kommen direkt diesen Nationalmannschaften zu gute.
3. Der Verein unterstützt die Nationalmannschten der SSHA bei der Suche nach Sponsoren.
4. Der Verein organisert Anlässe mit den Nationalmannschaften für seine Mitglieder.
5. Der Verein bekennt sich zur gewaltlosen und fairen Unterstützung der National-mannschaften der SSHA an internationalen Meisterschaften und an Frend-schaftsspielen.
6. Die SSSN unterhalten eine Website und verfassen einen Newsletter, welcher elektronisch versandt wird.
7. Er verfolgt keinen Erwerbszweck und ist konfessionell neutral. Die Mitglieder ha-ben kein Anrecht auf das Vermögen oder den Gewinn des Vereins.
Art. 3: Finanzielle Mittel
1. Der Verband erhebt jährliche Mitgliederbeiträge. Der Mindestbeitrag beläuft sich auf CHF 100.— pro Jahr für natürliche Personen und auf CHF 200.— pro Jahr für juristische Personen.. Es ist den Mitgliedern freigestellt, hhere Beiträge zu entrichten.
2. Die durch Mitgliederbeiträge erhaltenen finanziellen Mittel sind wie folgt zu ver-wenden: min. 75 % für die Nationalmanschaften der SSHA, max 10 % für die ad-ministrativen Belagen der SSSN und max 15 % für Anlässe der SSSN mit der Na-tionalmannscaften der SSHA.
3. Die Mitgliederbeiträge müssen nicht im Jahr ihres Eingangs den Nationalmann-schaften zufliessen. Die muss allerdings spätestens innerhalb der nächsten bei-den vollen, dem Jahr indem die Beträge erhoben wurden, folgenden Kalenderjahren geschehen.
4. Der Verein kann eigene Sponsoren (für Anlässe, Aktionen, Unterstützung der Nationalmannschaften etc.) suchen. Für diese Einnahmen ist der Verteilschlüssel gemäss Art. 3 Abs. 2 nicht gültig.
5. Der Verein kann SSSN-Marchendising-Produkte herstellen und verkaffen. Für diese Einnahmen ist der Verteilschlüssel gemäss Art. 3 Abs. 2 nicht gültig.
6. Der Verein hat das Recht auch anderweitig finanzielle Mittel zu beschaffen. Für diese Einnahmen ist der Verteilschlüssel gemäss Art. 3 Abs. 2 nicht gültig.
II. Mitgliedschaft
Art. 4: Mitgliedschaft
1. Aktivmitglieder des Vereins können alle natürlichen und jurstischen Personen werden, welche die Nationalmannschaften der SSHA unterstützen wollen.
2. Ein Eintritt kann jederzeit erfolgen. Dieser ist schriftlich oder via E-Mail beim Sek-retär zu beantragen. Der Sekretär bestätigt den Erhalt des Eintrittsbegehrens und stellt die Rechnung zur Bezahlung des Mitgleiderbeitrags zu. Sobald dieser be-zahlt ist, gilt das neue Mitglied als aufgenommen. Sollte der Sekretär Zweifel an der Lautbarkeit eines Antragstellers haben, so leitet er den Antrag zur Behandlung an den Vorstand weiter.
3. Personen welche bis zum 31. August eintreten schulden den gesamten Mitglie-derbeitrag für das laufende Jahr. Personen die nach dem 31. August eintreten, bezahlen für das laufende Jahr keinen Beitrag mehr. Sie haben jedoch zur Bestätigung ihrer Mitgliedschaft bereits den Betrag des folgenden Jahres zu entrichten.
4. Alle Mitglieder verpflichten sich zu einem fairen und korrekten Verhalten gegen-über den Nationalmannschaften der SSHA, gegenüber gegnerischen National-mannschaften, deren Supporter und allen Offiziellen.
Art. 5: Haftung der Mitglieder
1. Die Haftung der Mitglieder für die Verbindlichkeiten des Vereins wird ausdrück-lich wegbedungen.
2. Zur Deckung der Vereinsverbindlichkeiten haben sie ausschliesslich die Pflicht, die unter Art. 3 Abs. 1aufgeführten Beiträge zu leisten.
3. Der Verein lehnt jede Haftung gegenüber seinen Mitgliedern und deren Mitglie-dern sowie gegenüber dritten ab. Versicherungsschutz ist Sache der einzelnen Mitglieder.
Art. 6: Austritt und Ausschluss
1. Austritt oder Ausschluss haben immer mittels eingeschriebenem Brief mitgeteilt zu werden.
2. Ein Mitglied kann ohne Angabe von Gründen, unter Einhaltung einer dreimonati-gen Kündigungsfrist, auf den 31. Dezember seinen Austritt erklären.
3. Wenn ein Mitglied seinen Verpflichtungen gemäss Statuten nicht nachkommt, insbesondere wenn es seinen Beitrag nicht bezahlt oder in erheblichem Ausmass gegen Art. 4 Abs. 2 verstösst kann es durch den Vorstand des Vereines ausgeschlossen werden.
4. Erfolgt ein Ausschluss nach dem 31. Dezember so hat das ausgeschlossene Mit-glied den vollen Jahresbeitrag für das kommende Jahr zu entrichten.
III. Organisation
a) Organe
Art. 7: Übersicht
Die Organe des Vereins sind:
• die Generalversammlung
• der Vorstand
• die Revisionsstelle
• die Strafkommission
b) Generalversammlung
Art. 8: Generalversammlung
Alle Mitglieder sind an der Generalversammlung mit allen statutarischen Rechten teilnahmeberechtigt.
Art. 9: Befugnisse
Der Generalversammlung stehen folgende Befugnisse zu:
1. Abnahme des Jahresberichtes und der Jahresrechnung.
2. Wahl des Vorstandes gemäss Art. 12 hiernach.
3. Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes aus wichtigen Gründen.
4. Wahl und Abberufung der Revisionsstelle.
5. Änderung der Statuten. Anträge seitens der Mitglieder zur Änderung der Statuten müssen spätestens 30 Tage vor der Generalversammlung dem Vorstand, über den Sekretär zur Kenntnis gebracht werden. (Datum des Poststempels)
6. Auflösung, Fusion oder Spaltung des Vereins.
Art. 10: Beschlussfassung und Stimmrecht
1. Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse mit der absoluten Mehrheit der vertretenen Stimmen. Stimmenthaltungen werden bei der Berechnung des absoluten Mehrs nicht berücksichtigt.
2. Beschlussfassungen über die Auflösung, Fusion oder Spaltung des Verbandes unterliegen einer Mehrheit von zwei Dritteln der vertretenen Stimmen (inkl. Stimmenthaltungen).
3. Jedes Mitglied verfügt über eine Stimme.
4. Die Vertretungen eines Mitglieds durch ein anderes Mitglied ist nicht zulässig.
Art. 11: Einberufung
1. Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich im Februar oder März statt. Die Mitglieder müssen 45 Tage vor der Generalversammlung zu dieser eingela-den werden. Die Einladung wird auf der SSSN-Website publiziert und via E-Mail an die Mitglieder verschickt.
2. Ausserordentliche Generalversammlungen werden wenn nötig durch den e Vor-stand einberufen. Der orstand ist verpflichtet, innert 14 Tage, eine ausserordentli-che Generalversammlung einzuberufen, wenn ein Fünftel der Mitglieder die Ein-berufung schriftlich verlangt.
c) Vorstand
Art. 12: Zusammensetzung, Bestellung und Amtsdauer
1. Der Vorstand besteht aus drei bis fünf Mitgliedern.
2. Kandidaturen für den Vorstand sind spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung schriftlich dem Vereinssekretär mitzuteilen. Aktuelle Vorstandsmitglieder gelten als angemeldet, sofern sie nicht ausdrücklich auf eine Kandidatur verzichten.
3. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
• Präsident
• Kassier
• Sekretär
• Max. zwei Beisitzer
4. Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt 2 Jahre.
Art. 13: Befugnisse
1. Dem Vorstand obliegt die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle aller Vereinsge-schäfte. Ihm stehen alle Befugnisse zu, welche nicht ausdrücklich einem andern Organ vorbehalten sind. Insbesondere stehen ihm die folgenden unübertragbaren Kompetenzen zu:
• Entscheid über die Vergabe von finaziellen Mitteln an die Nationalmannschaf-ten (im Rahmen der Vorgaben des Budgets resp. von Art. 3 Abs. 2 und Abs. 3)
• Entscheid über die Vergabe von finanziellen Mitteln, welche nicht im Budget vorgesehen sind. Maximal CHF 500 pro Fall, maximal 5 % des genehmigten Budgets pro Jahr.
• Organisation von Anlässen für die Mitglieder mit den Nationalmannschaften
• Aufgaben und Kompetenzen an Dritte zu übertragen.
• Wahl weiterer Organe.
2. Die Bankverbindung ist derart zu gestalten, dass es für alle zu leistenden Zahlungen zwingend zwei Unterschriften braucht.
Art. 14: Beschlussfassung und Stimmrecht
Der Vorstand, fasst seine Beschlüsse mit relativer Mehrheit (Mehrheit der abgege-benen Stimmen). Bei Stimmengleichheit kommt dem Vereinspräsidenten der Stich-entscheid zu.
Art. 15: Entschädigung / Spesen
1. Dem Vorstand, steht keine Entschädigung zu.
2. Ausgaben der Vorstandsmitglieder für Büromaterial, Portospesen etc. können als Spesen abgerechnet werden. Sie dürfen die Limiten gemäss Art. 3 Abs. 2 nicht überschreiten.
3. Es werden keine Reise- oder Fahrspesen entschädigt.
d) Revisionsstelle
Art. 16: Qualifikation und Bestellung
1. Die Jahresrechnung wird von der internen Revisionsstelle überprüft. Sollte es die Grösse des Verbandes oder andere Umstände erfordern, ist die Generalver-sammlung befugt, die Überprüfung der Jahresrechnung einem befähigten Revisoren in Sinne von OR 727a zu übertragen.
2. Die Revisionsstelle, bestehend aus zwei Personen die von der Generalversamm-lung jeweils für ein Jahr bestellt werden.
IV. Schlussbestimmungen
Art. 17: Geschäftsjahr
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Art. 18: Liquidation
1. Im Falle der Auflösung des Verbandes ist der Vorstand dessen Liquidator.
2. Der Beschluss zur Auflösung benötigt die in Art. 10 Ziffer 2 genannte Mehrheit
3. Der Liquidationserlös wird einer Nachfolgeorganisation, die denselben Zweck verfolgt, übertragen. Besteht keine solche Nachfolgeorganisation so ist der Erlös der Swiss Strethockey Association zuzuführen.
Art. 19: Gerichtsstand
Der Gerichtsstand des Vereins ist Bern. Für sämtliche Streitigkeiten anerkennen die Organisationen und Privatpersonen die diesen Statuten unterordnet sind den erwähnten Gerichtsstand und die Anwendung der schweiz. Gesetzgebung.
Beschluss der Gründungsversammlung der Supporters of the Swiss Strethockey Nationalteams vom xx. yyy 2010.
Supporters of the Swiss Strethockey Nationalteams
Xxxx yyyy
Präsident Sekretär
Montag, 22. Februar 2010
Wenn das Geld knapp wird ……
Griechenland ist pleite, das Land braucht Geld. Die EU kann oder will den Hellenen finanziell nicht unter die Arme greifen. Das Land ist ein Fall für den internationalen Währungsfonds. Die SSHA hat seit der Affäre "Leuenberger" auch einen finanziellen Engpass. Der IWF wird nicht einspringen, die EU brauchen wir gar nicht zu fragen und auch in der Schweiz wird es keine Institution geben, die unseren Sport unterstützt. Steht das Streethockey in der Schweiz deshalb vor dem Aus?
Natürlich nicht, finanzielle Unterstützung von aussen wäre zweifelfrei hilfreich, aber es geht auch ohne. Das Streethockey in der Schweiz ist unbestritten in der grössten Krise seit der Gründung der SSHA, das lässt sich nicht weg diskutieren. Aber am Ende sind wir noch lange nicht!
Was gilt es nun zu tun? Logisch, Geld auftreiben, Sponsoren suchen. Bloss die Sponsoren sind in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nicht gerade erpicht darauf, einer Randsportart unter die Arme zu greifen. Klar hier muss man dranbleiben, weitersuchen, Absagen wegstecken. Nur, darauf zu warten, dass Geld rein kommt, das können wir uns nicht leisten. Wir müssen mit den beschränkten Mitteln die wir haben sinnvoll haushalten.
Kurzfristig präsentiert sich die Situation nicht so schlecht. Dies nicht zuletzt dank der Darlehen der Vereine. Aber diese Kredite müssen im Herbst 2011 zurück gezahlt werden und da könnte es eng werden. Also ist Sparen angesagt, zumindest bis die Darlehen zurück bezahlt sind und die Kriegskasse wieder voll ist.
Betrachten wir uns das aktuelle Budget. Ich kenne es nicht im Detail, aber weiss genug darüber um einige Punkte festzuhalten. Das Budget hat einige grosse Posten: Die Schiedsrichter, die Nationalmannschaften, den Vorstand, den Generalsekretär, die Ligabetreuer und die Medaillen und Pokale. Wo kann gespart werden?
Ich denke man kann 20 Vertreter der Schweizer Streethockey Szene fragen, wo gespart werden soll und man wird 20 verschiedene Antworten erhalten. Ein Spieler der 2. Liga würde vorschlagen bei den Schiedsrichtern zu sparen oder bei den Nationalmannschaften. Ein Schiedsrichter würde wohl bei den Nationalmannschaften sparen wollen, ein Spieler des SHC Erlinsbach bei den Medaillen und Pokalen. Ein Juniorennationalspieler bei den Schiedsrichtern und den Ligabetreuern etc.
Beim Sparen besteht immer das Bestreben, Kürzungen so vorzunehmen, dass die eigenen Interessen möglichst nicht tangiert werden. In der aktuellen Situation müssen aber die Eigeninteressen über Bord geworfen werden. Die Frage muss lauten "Mit welchen Einsparungen können wir den Verband wieder auf eine gesunde finanzielle Basis stellen, ohne seine Aufgaben und Interessen mehr zu schädigen als absolut nötig?"
Als ich vor Jahresfrist nach dem "Leuenberger Zwischenfall" die finanzielle Situation des Verbands analysierte kam ich zum Schluss, dass eine Refinanzierung – notfalls ohne Kredite von Seiten der Vereine – machbar wäre, wenn man dort wo irgendwie möglich die Budgetposten um 20 % reduzieren würde. Nun, wie sähe das für die einzelnen Posten aus?
Generalsekretär: Hier lässt sich am wenigsten kürzen. Es gibt gesetzlich Bestimmungen bezüglich Lohn und Lohnnebenkosten. Ein Verzicht auf einen Generalsekretär wäre zwar eine Option, aber dies würde anderswo Arbeit und Entschädigungsansprüche kreieren.
Ligabetreuer: Ich denke hier sind Abstriche von 20 % verkraftbar. Klar ist es nicht schön, wenn man für die gleiche Arbeit weniger erhält, aber wenn es darum geht, die Existenz des Sports zu sicheren, dann denke ich wäre hier ein Verzicht möglich. Ev. ist hier die Möglichkeit zur Einsparung noch grösser. Die SSHA testet im Moment die Onlineerfassung der Resultate direkt durch die Klubs. Wenn es funktioniert braucht es keine Ligabetreuer mehr. Allenfalls noch zwei Qualitätsverantwortliche und Ansprechpersonen mit den entsprechenden Einsparungen.
Vorstand: Auch hier wäre aus meiner Sicht eine Kürzung um 20 % durchaus vertretbar. Wenn der Verband den Gürtel enger schnallen muss, dann hat auch die Verbandsführung ihren Beitrag zu leisten.
Pokale und Medaillen: Auch hier besteht Sparpotenzial. Nicht bei den Pokalen (es sei denn, der Verband will mit jedem Pokal auch noch eine Lupe abgeben, damit man das Teil auch noch sehen kann) aber bei den Medaillen. Diese werden halt vorübergehend etwas kleiner.
Nationalmannschaften: Es sind Stimmen laut geworden, diese ganz zu streichen. Ein verlockender Gedanke. Wir streichen die drei Juniorennationalmannschaften für 2010, hiervon sind etwa 70 Spieler betroffen, mehr nicht. Zudem haben wir den Vorteil, dass hier noch kaum kostenpflichtige Leistungen erbracht wurden. Hingegen wurde ein Grossteil der übrigen Leistungen die entschädigungsberechtigt sind, schon getätigt, eine Kürzung im Geschäftsjahr 09/10 ist nicht mehr so einfach möglich. Der Entscheid die Nationalmannschaften für das aktuelle Jahr zu streichen, würde zu einem grossen Imageverlust führen. Zudem würden Projekte wie die U16/18 WM 2012 und die WM 2015 damit erheblich gefährdet, unsere ohnehin nicht starke Position bei der Sponsorensuche geschwächt. Natürlich müssen auch die Nationalteams ihren Beitrag zur Kostenreduktion leisten. Theoretisch könnten wir von den Weltmeisterschaften 2011 ausgeschlossen werden. Dies ist zwar eher unwahrscheinlich, aber nicht von der Hand zu wesen. Es stellt sich auch die Frage, welchen Einfluss ein solcher Rückzug auf die laufenden Platzprojekte hätte.
Klar, die Nationalteams müssen ihren Beitrag an den Sparbemühungen leisten. Die Beiträge der Spieler müssen moderat angehoben werden. Die U18 verfügt über ein eingespieltes Trainerteam und über Spieler, die schon mehrfach international zusammengespielt haben. Ähnliches gilt für die U20, auch wenn ich hier gerüchteweise von einem Rücktritt des Staffs gehört habe. Wenn zudem die U16 redimensioniert wird und noch Abstriche bei der Bekleidung gemacht werden, dann denke ich, kann bei den Nationalmannschaften in der laufenden Saison durchaus 20 % eingespart werden. Zudem ist nicht unwahrscheinlich, dass die U16/18 Anläss nur noch alle zwei Jahre stattfinden, es also 2011 keine EM gibt. Das dafür vorgesehene Geld kann 2011 also vollständig eingespart werden. Ein Teil davon könnte sogar für die Anlässe von 2010 verwendet werden.
Schiedsrichter: Sie haben schon einen grossen Teil der entschädigungsberechtigten Leistungen erbracht. Eine Kürzung im laufenden Jahr ist kaum mehr möglich. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Budgetvorgaben hier genauestens eingehalten werden. Mehrausgaben sind nicht drin. In der kommenden Saison müssen auch hier Abstriche gemacht werden. Die Spesen können durchaus um 20% gekürzt werden. Da die Beträge, welche von den Mannschaften direkt bezahlt werden unverändert bleiben, dürften sich die effektiven Verluste der Schiedsrichter auf kaum mehr als 10 % belaufen. So könnte man sogar die gleiche Anzahl Spiele leiten wie im laufenden Jahr. Ein Verzicht auf die Leitung von Junioren A Qualifikationsspielen wäre ebenfalls prüfenswert. Angesichts der dünnen Personaldecke der SSHR wäre sogar zu überlegen, während ein oder zwei Jahren einzelne NLA Spiele wieder durch Vereins SR leiten zu lassen. Hingegen wäre es völlig falsch, die SSHR abzuschaffen, selbst wenn damit die Finanzprobleme der SSHA auf einen Schlag gelöst wären. Die SSHR sind ein Schritt in die richtige Richtung, nur im Moment können wir den Weg nicht weiter gehen sondern wir müssen einen Moment inne halten, bis sich die SSHA wieder stabilisiert hat.
Nun, in der laufenden Saison können wir nicht die Einsparungen machen, die nötig sind, um die Hälfte der Darlehenssumme rein zu holen, es sei denn, wir würden die Nationalmannschaften gänzlich streichen. Wir können aber die nötigen Kosten problemlos rein holen, wenn wir in diesem Jahr bei den Nationalmannschaften etwas sparen und im kommenden Jahr die einzelnen Budgetposten entsprechend kürzen.
Diese Kürzungen hätten eigentlich schon im Budget 09/10 auftauchen sollen. Sie sind es nicht. Die SSHA war wohl zu optimistisch im Hinblick auf mögliche Sponsoren. Die Schuld jedoch alleine bei der SSHA zu suchen. Die Vereine haben einem Budget zugestimmt, das nicht geeignet war, die nötigen finanziellen Mittel für die Rückzahlung der Schulden bereit zu stellen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass sowohl der Verband wie die Vereine aus der aktuellen Situation die richtigen Schlüsse ziehen, und dass das Budget 10/11 vernünftig ausfällt und die nötigen Kürzungen vorgenommen werden. Naja, vielleicht bin ich nicht gänzlich davon überzeugt, dass es zu einem solch vernünftigen, verantwortlichen Handeln kommt, aber ich hoffe es doch sehr.
Um den Juniorennationalspielern einen Teil der Mehrkosten abzunehmen, wäre es prüfenswert, so rasch wie möglich, einen Verein der Fans der Schweizer Streethockey Nationalmannschaften zu gründen. Mitgliederbeitrag 100 CHF (oder freiwillig auch mehr). 75 % der Beiträge direkt an die Nationalmannschaften, max. 10 % für die administrativen Belange des Vereins, 15 % für Anlässe der des Vereins mit oder für die Nationalmannschaften. Ich wäre im Vorstand eines solchen Vereins mit dabei.













