Freitag, 6. März 2009

Sommermeisterschaft?

Wenn ich nach draussen schaue schneit es. Es schneit schon seit Oktober. Nicht gerade ununterbrochen, doch recht häufig. Wenn ich noch einmal zum Fenster raus schaue, so stelle ich fest, dass der Boden schneebedeckt ist. Auch nichts Neues, auch das ist schon seit Anfang Dezember so.
Wenn ich in die Pinboards schaue, dann stelle ich fest, dass wieder einmal die Diskussion "Sommermeisterschaft" lanciert wurde. Wieder nichts Neues, auch diese Diskussion wird – mit Vorliebe in schneereichen Wintern - mit einer gewissen Regelmässigkeit geführt. Nun, eine Sommermeisterschaft hat sicher viel Gutes, es ist wärmer und schneit nicht. Für Zuschauer wäre es auch attraktiver, bei schönem Wetter ein Spiel anzuschauen, als bei Regen und Schnee.

Betrachten wir einmal das Projekt mögliche Sommermeisterschaft realistisch:
Eine NLA mit 10 Mannschaften bedeutet 18 Spiele pro Team in der Vorrunde danach Playoffs, best off three, also noch einmal neun Wochen (wenn man Doppelwochenenden durchführt, allenfalls sieben Wochen). Zwischen der Qualifikation und den Playoffs braucht es eine Woche Pause.
Für die Durchführung der Meisterschaft braucht es also 28 Wochen. Dazu kommen noch vier Wochenenden an denen der Cup gespielt wird. Alles in allem werden also für eine Streethockey meisterschaft 32 Wochen benötigt. Nun, man könnte die Meisterschaftsdauer – wie in diesem Jahr mit Doppelwochenenden verkürzen, aber nicht mit zu vielen, sonst gibt es wieder Probleme damit, den Junioren Spielplan mit dem Aktivenspielplan zu koordinieren. Trotzdem zwei Doppelwochenenden sollten möglich sein, also 30 Wochen.
Schliesslich gilt es noch zu berücksichtigen, dass im Juni jeweils die Weltmeisterschaften resp. die Juniorenweltmeisterschaften stattfinden. Für diese Anlässe müsste die Meisterschaft wohl für zwei Wochen unterbrochen werden. Stellt sich die Frage: Sommerferien. Hier sollte wohl ein Unterbuch stattfinden, einerseits, weil viele Leute im Sommer in die Ferien gehen, andererseits, weil die Hitze gerade im Juli und Anfang August oft recht gross ist.

So, wie sähen nun, unter Berücksichtigung dieser Aspekte mögliche Sommermeisterschaften aus.

Variante 1
Beginn am ersten Märzwochenende (ich weiss, es kann da noch schneien). Es wird bis zur WM-Pause im Juni gespielt. Einzig am Osterwochenende finden keine Spiele statt. Es stehen also 13 Wochenenden zur Verfügung. Nach der WM werden noch drei Runden gespielt. Oder so ähnlich, je nachdem, wann die WM stattfindet. Es folgt die Sommerpause. Ab dem dritten Augustwochenende geht es weiter. Es bleiben noch 14 Wochenenden. Somit wäre die Meisterschaft in der zweiten Novemberhälfte fertig.

Variante 2
Beginn der Meisterschaft Mitte August. Es wird bis Ende November gespielt (16 Wochen). Es folgt eine Pause bis Ende Februar. Im März geht die Meisterschaft weiter. Die Meisterschaft endet Anfang Juni unmittelbar vor der WM (14 Wochen).

Variante 3
Meisterschaft und Cup werden völlig getrennt. Für die Meisterschaft sind also (Doppelwochenende inklusive) 26 Wochen nötig. Beginn Meisterschaft Anfang September. Es wird ohne Unterbruch bis Ende November gespielt (13 Runden). Die Meisterschaft wird bis Ende Februar unterbrochen. Die Meisterschaft wird am ersten Märzwochenende fortgesetzt. Die Meisterschaft endet Ende Mai. Der Cup wird über den Sommer durchgeführt. Die Vorrunde (ohne die Topteams) während der WM, die Sechzehntelsfinals Ende Juni, unmittelbar nach der WM, die Achtelsfinals Anfang Juli, die Viertelsfinals Anfang August, die Halbfinals Mitte August und der Final am letzten Augustwochenende.

Alle drei Varianten lassen in den Monaten Dezember bis Februar genügend Zeit für Trainings der Nationalmannschaften. Die entsprechenden Grossfelder werden mittelfristig zur Verfügung stehen, so dass man nicht mehr unbedingt auf Eishallen angewiesen ist.
Ich persönlich den Varianten 2 und die Varianten 3 den Vorzug? Wieso? Ein Playoffinal im November, wenn es schnell finster wird, ich weiss nicht. Zudem ist ein Wechsel zu Variante 2 oder Variante 3 problemlos machbar, während dies bei Variante 1 etwas komplizierter würde.

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